Vor derselben Absperrung stehen zwei Leute, die nichts voneinander wissen. Der eine sitzt im Auto und fragt sich, warum da keiner arbeitet. Der andere steht zwei Meter dahinter, mit dem Rücken zum Verkehr. Moritz und Claas, die Gründer von RoadPartner, nehmen in dieser Folge beide Seiten ein. Kein…
Vor derselben Absperrung stehen zwei Leute, die nichts voneinander wissen. Der eine sitzt im Auto und fragt sich, warum da keiner arbeitet. Der andere steht zwei Meter dahinter, mit dem Rücken zum Verkehr. Moritz und Claas, die Gründer von RoadPartner, nehmen in dieser Folge beide Seiten ein. Kein Fachthema, nur das, was jeden Tag wirklich passiert.
Claas erzählt, wie ein Bautag anfängt, wer als Erster da ist und wie viele Leute in einer Kolonne arbeiten: zwei auf der Kleinbaustelle, acht in der Asphaltkolonne, zwanzig auf dem Streckenabschnitt. Dann der Verkehr einen Meter daneben. Warum Routine die Vorsicht frisst und warum der Fahrer im Radlader nicht sieht, wer hinter der Schaufel steht. Und die andere Richtung: die Leute, die die Absperrung einfach aufmachen, weil sie den Umweg nicht fahren wollen.
Dazu die Frage, die alle stellen. Warum dauert das so lange? Aushärtezeiten, Wetter, Sperrfenster über Kilometer, Prüfungen, Nachträge, Personalmangel. Und das Bild, das jeder kennt: drei Kilometer gesperrte Spur und fünf Leute, die man dabei sieht. Zum Schluss die Baustelle als Nachbar, Moritz' Morgen in St. Gallen mit der Polizei an der Tür, und die Dame, die im heißen Sommer Wasser und Kuchen rausgestellt hat.
Im laufenden Betrieb ist meist die Kolonne zuerst vor Ort, nicht der Bauleiter. Oft sammelt der Polier oder ein Fahrer die Leute ein, oder alle treffen sich auf dem Bauhof und fahren gemeinsam los. Am ersten Tag einer Maßnahme kommt vorher die Verkehrssicherung. Der Bauleiter erscheint laut Claas vor allem dann, wenn ein neuer Bauabschnitt beginnt und das weitere Vorgehen mit dem Polier abgestimmt wird.
Auf kleinen Baustellen sind es zwei bis drei Leute, bei größeren auch einmal fünf. Eine Asphaltkolonne umfasst nach Claas etwa acht Personen, darunter Fertigerfahrer, Walzenfahrer und Leute, die zwischen Fertiger und Walze Einbauteile anpassen. Auf großen Streckenabschnitten können zwanzig Leute im Einsatz sein, verteilt auf mehrere Kolonnen für Erdbau, Planum und Asphalt.
Jede Baustelle im Straßenraum braucht eine verkehrsrechtliche Absicherung, die mit der zuständigen Gemeinde oder Behörde abgestimmt und genehmigt wird. Grundlage sind Verkehrszeichenpläne nach den geltenden Regelwerken. Die Absicherung muss zur Verkehrslage passen und früh genug erkennbar sein. Außerdem muss die Absperrung morgens und abends kontrolliert werden, weil Bauleiter oder Polier laut Claas auch persönlich haften können, wenn etwas passiert.
Hinter der Absperrung warten Gefahren, die man vom Auto aus kaum sieht. Gefräste Flächen können Felgen und Reifen beschädigen, frisch angespritzte Bitumenemulsion klebt am Fahrzeug und lässt sich mit Wasser nicht abwaschen. Im Dunkeln übersieht man Schotterhaufen oder ausgehärtete Asphaltreste. Wer eine Absperrung eigenmächtig öffnet, bleibt aus Sicht von Claas in der Regel auf dem Schaden sitzen.
Eine Autobahn kann nicht für jeden kleinen Abschnitt neu gesperrt werden, deshalb wird die Verkehrssicherung über mehrere Kilometer aufgebaut. Gearbeitet wird aber nicht auf der ganzen Länge gleichzeitig. Die Arbeitsschritte folgen aufeinander, dazwischen liegen Aushärte- und Wartezeiten sowie Prüfungen und Freigaben. Alle hundert Meter eine Gruppe aufzustellen, würde laut Claas nicht zu den Abläufen passen und sehr teuer werden.
Meist liegt es nicht an der Kolonne vor Ort. Claas nennt Wetter, Wartezeiten, Prüfungen und Freigaben als häufige Gründe. Dazu kommen Nachträge, wenn die Planung geändert werden muss, Personalmangel durch Krankheit und Materialengpässe, etwa wenn ein Asphaltmischwerk ausfällt und das nächste weit entfernt ist. Viele Verzögerungen entstehen auch auf Auftraggeberseite oder durch Bürokratie.
Automatisch erstelltes und nachbearbeitetes Transkript. Zeitangaben sind ungefähr, kleine Abweichungen zum gesprochenen Wort sind möglich.
Moritz00:01Moin und herzlich willkommen bei RoadTalk, dem Podcast für den Straßenbau. Mein Name ist Moritz Wübbelsmann und mit mir ist wie immer Claas Buese dabei. Wir sind die Gründer von RoadPartner. Heute haben wir keinen Gast. Das wird eine ganz entspannte Folge nur mit uns beiden. Auch kein Fachthema an sich. Wir reden über etwas, das jeder kennt, deren Auto hat. Es geht den Verkehr auf der Straße und auch die andere Sicht und zwar die Baustelle, die Leute, die auf der Baustelle sind, auf der Autobahn zum Beispiel. und mit dem Verkehr zurechtkommen müssen. ja, Claas, fangen wir mal ganz von vorne an. Wer ist denn morgens als Erster auf der Baustelle und was macht der da?
Claas00:41Ja, moin erstmal. Ich freue mich auf den neuen Podcast und zu deiner Frage, wer ist als erstes Kommt natürlich immer darauf an, was es für ein Baustellentag ist. Ob es jetzt der erste ist, dann ist wahrscheinlich erstmal die Verkehrssicherung da, beziehungsweise vielleicht auch vorher schon mal der Bauleiter. Aber ich sag mal, wenn alles abgesperrt ist, wer ist der erste vor Ort? Kommt auch oben ein bisschen drauf an, je nachdem, wie es das Bauunternehmen führt, ob die Kolonne gemeinschaftlich morgens dahin fährt, also es gibt es, dann sammelt der Fahrer in den meisten Fällen, aber ist auch oft der Polier, die Leute ein und dann fahren sie gemeinschaftlich zur Baustelle. Andere treffen sich natürlich auch auf dem Bauhof. Dann können die das Auto nicht mit nach Hause nehmen. Da gibt es auch gewisse Regelungen für. Dann fahren die auch gemeinschaftlich los und sind dann auch alle gleichzeitig auf der Baustelle. Aber es gibt natürlich auch Tage für den einen, bietet sich es an, einem Privatautorin zu fahren. der musste es immer gut vermerken. Gab auch oft Diskussionen, sage ich mal, innerhalb der Bauunternehmen, weil man will sehr steuerlich Geld machen. Bei so einer Steuererklärung dann. Ja, aber so die Bauleute sind die ersten auf der Baustelle. Auch wenn der Bauleiter dann zum Einweisen kommt, ist der so erfahrungsgemäß auch immer ein paar Minuten später da, weil er vielleicht auch erst mal morgens im Büro ist oder nicht so eine Morgenäude ist. Also sprich, die Kolonne ist eigentlich immer als Erstes da, bespricht sich dann erst mal und startet dann einen Tag.
Moritz02:05Also das erste ist die Einweisung, das habe ich gerade rausgehört, oder wird erst abgesperrt, was genau passiert da, wenn die Leute da ankommt?
Claas02:11Hier kommt ja mal drauf an, bei langfristigen Baustellen, da geht jetzt 180 Tage, dann wird auch mal umgestellt die Absperrungen, aber sonst wird die halt aufgebaut.
Moritz02:22Sie steht meistens.
Claas02:24die steht meistens. Also sprich im normalen Baustellenalltag, wenn dann schon alles abgesperrt ist etc., dann ist eigentlich immer als erstes die Kolonne vor Ort.
Moritz02:33Und dann kommt die Einweisung durch den Bauleiter oder fangen die direkt an was zu machen.
Claas02:38Ja, also der Bauleiter kommt jetzt nicht jeden Tag morgens zur Einweisung. Es kommt immer darauf an, ob man jetzt irgendwie in neuen Etappen jetzt, sage ich mal, arbeitet, wo man jetzt sagt, den einen Bauabschnitt haben wir jetzt abgeschlossen. Jetzt kommt der Bauleiter nochmal, sich auch zu besprechen, zu schauen, okay, was ist jetzt als nächstes angedacht. Ist auch immer eine enge Absprache, weil der Polier ist natürlich der, der am Ende das technische Know-how hat, beziehungsweise Den muss man dem muss man sich ja auch besprechen. ich jetzt als Bauleiter komme und sag na ja, theoretisch sehe ich das so und so, aber dann kommt der Polier und sagt ja, er buzelt, da haben sie aber vergessen, dass wir auch vorher noch, sag ich mal, Asphalt schneiden müssen. Dann muss ich ja sagen, ja, okay, hast du natürlich recht. Das ist immer enge Absprache und so sehr will man natürlich ein Polier da auch nicht reinreden, zu sagen, ja, okay, jetzt machst du das, dann machst du das. Weil die haben ja auch eine Erfahrung und erfahrungsgemäß ist es auch so, die wissen ja auch, was sie zu tun haben.
Moritz03:32Jaja, das ist klar.
Claas03:33Aber sonst Einweisungen gibt schon, bei Großbaustellen, auch gerade außerhalb des Straßenbaus, im Rohrleitungsbau etc., wo natürlich auch dann höhere Gefahren sind, da gibt es natürlich schon Einweisungen. Die sind heutzutage auch sehr umfassend, also da redet man über Ordner, mehrere Ordner, die man geben muss, mit verschiedensten Sicherheitsdatenblättern, wo steht was. Also da kommt schon mittlerweile viel auf einen zu. kommt immer auf den Auftraggeber drauf an, was der dann auch wirklich fordert und was nicht gefordert wird. Bei einer Kleinbaustelle muss man natürlich schonen, also ich sag mal einen Kanalbruch, die Straße wird aufgebrochen, dann geht es runter in den Tiefbau, man repariert dann das defekte Stück innerhalb des Kanals. Da hat man jetzt nicht so hohe Hürden drinne, eine Einweisung zu machen, weil was soll man denen da groß erzählen, das ist ja ein tägliches Geschäft, was sie verrichten.
Moritz04:24Ja.
Claas04:26Die sind ja auch geschult durch verschiedenste Schulungen. die dann jährlich oder an verschiedensten Abständen stattfinden. Also da ist jetzt der Aufwand dann nicht mehr so hoch. Aber wenn große Baustellen beginnen mit höheren Sicherheitsauflagen, gegebenenfalls auch, weil man auf bestimmten Geländen ist, von Energieversorgern oder ähnliches, da muss beispielsweise in Fluchtrichtung geparkt werden, sprich immer rückwärts, dass man schnellstmöglich das Gelände verlassen kann, wenn es dann mal wirklich kracht, weil dann kracht es auch richtig. Kommt natürlich super selten vor. Gott sei Dank, weil ja. Beispielsweise hier bei uns in der Umgebung in Jemgum haben wir einen großen Gasspeicher. sag mal, wenn da mal wirklich was passiert, dann ist das nicht nur ein Problem für die Leute vor Ort, sondern auch die unmittelbar drum herum wohnen oder sogar für die ganze Region. wenn so ein Erdspeicher hier mal wirklich implodieren würde,
Moritz05:14Das will man nicht erleben.
Claas05:16ich glaube, dann ist die Sorge nicht nur bei Bauunternehmen, sondern die ist dann auch für die Region recht groß. Da kann ja wirklich schon vieles passieren.
Moritz05:25Ja, stimmt. Jetzt sind wir ein bisschen abgeschweift
Claas05:28Hahaha
Moritz05:28vom Alltag auf der Baustelle. Eine unserer nächsten Folgen dreht sich ja, das darf ich ja sicher schon ankündigen, dreht sich auch Diebstähle und Baustellen-Sicherheit-Überwachung. Vielleicht zu dem Punkt, setzt ja, das liegt ja schon nahe, dass Materialien auch auf den Baustellen gelagert werden, auch über Nacht. Also wenn die Einweisung dann erfolgt ist oder halt nicht, das Material ist schon da, dann fängt die Kolonne auch direkt an mit der Arbeit.
Claas05:55Ja, die fangen direkt an. morgens einmal besprechen, den Kaffee noch trinken. Das werden alle
Moritz06:00Hahaha.
Claas06:01machen. Selbst jemand, der nicht Kaffee trinkt, auch mal froh, wenn er morgens kurz ankommt. Und genau, wenn Material vor Ort ist, kann man ja direkt loslegen. Aber es ist nicht nur das Material, sondern auch Geräte Nachunternehmerleistung, ob die alle durchgeführt worden sind. Und wenn denen dann nichts mehr im Wege steht, kann man natürlich direkt mit der Arbeit beginnen. Genau, Diebstahl, ja. Wenn Material viel gelagert man versucht es natürlich auch, wenn man jetzt eine Großbaustelle hat, man einen ganzen Ausbau macht für ein Neubaugebiet, alles da zu lagern, dann hast du einen riesen Warenwert da liegen. Ich meine, den müsste man auch erst mal abtransportiert bekommen, aber natürlich versucht man halt, so viel Material zu haben, man immer gut fortlaufend arbeiten kann, aber natürlich nicht so viel, dass wenn alles dabei geklaut wird, dass man riesen wirtschaftlichen Schaden hat. Irgendwie dauert es schon vorgekommen sein. Ich aus meiner Erfahrung kann ja berichten, dass das eher so versucht wird, unauffällige kleine Diebstähle, wahrscheinlich eher Privatpersonen, die mal vorbeilaufen und sagen so etwas kann ich gebrauchen. Ob sie es dann wirklich gebrauchen können, wage ich zu bezweifeln. Aber so ticken ja nun mal die Leute. Aber natürlich gerade bei den Benzinpreisen ist jetzt ja die Tage noch mal bisschen runtergegangen, Gott sei Dank. man hat da ganz normale Tankstellen stehen. Das sind kleinere Tankstellen, ich mal Fasstankstellen. Die hat man aber eigentlich auf jeder Baustelle, die etwas größer ist oder mehrere Tage geht. Und in dem Falle, ist ein Umhängeschloss an so einer Tankstelle, das hat man mit dem Bolzenschneider leicht kaputt gemacht und dann kann man da auch frei tanken. Freihaus.
Moritz07:29bringt da niemanden auf komische Ideen?
Claas07:31Nein, Gottes Willen. Dafür sind wir in der nächsten Folge dann nochmal zu sprechen, wie man da präventiv gegenwirken kann.
Moritz07:39Das stimmt. Also für alle, es interessiert oder beschäftigt, dann in der nächsten oder eine der nächsten Folgen unbedingt reinhören. Wir haben jetzt schon öfter den Begriff Kolonne eingeworfen. Es gibt ja vielleicht den einen oder anderen, der wenig Straßenbaubezug hat. Aus so vielen Leuten setzt sich so eine typische Kolonne zusammen oder vor allem auch wenn es jetzt größere Baustellen geht.
Claas08:01Ja, fangen wir mit kleinen Baustellen an. würde ich sagen zwei bis drei Leute bei größeren Baustellen sind das auch mal fünf, so circa eine Asphaltkolonne, die ist jetzt ja auch nicht taktäglich auf den Baustein, vorher Rinne gesetzt werden muss. Die Randeinfassung, die Bordsteine etc. Anfahrten müssen vielleicht noch angepflastert werden. Aber so eine Asphaltkolonne, die umfasst dann so circa acht Leute von Fertigerfahrer über einen Walzenfahrer und dann natürlich auch welche, sage ich mal hinter der Walze bzw. zwischen dem fertigen und der Walze noch laufen, bestimmte Einbauteile noch anpassen. Genau, also das sind fast acht Leute und wenn man dann wirklich über Großbaustellen redet, variiert das natürlich auch immer. Aber bei großen Steckenabschnitten, wenn da ein größeres Bauunternehmen gerade am Arbeiten ist, dann können es natürlich auch mal 20 sein. Das sind dann welche, die vorausarbeiten. und eher den Erdbau machen bzw. den Untergrund erstellen, mit großen Baggern etc. Dann gibt es dann natürlich auch welche, die Planierraupen fahren müssen, Graderfahrer, die dann das Planen auch auf Höhe bringen und dann die Kolonne, hinterher arbeiten. Das sind dann halt mehrere Kolonnen auf der Baustelle, aber so immer zwischen fünf bis acht Leuten, die dann in verschiedensten Gewerken da jetzt gerade, sage ich mal, sich zuarbeiten oder auch voneinander getrennte Arten arbeiten.
Moritz09:25Ja, also es gibt auch welche, die in großen geschützten Fahrzeugen sich befinden, zum Beispiel so einen Bagger oder Fertiger. Aber es
Claas09:31Ja.
Moritz09:31gibt ja auch welche, die ganz nah am Verkehr arbeiten. hatten es ja vorhin angesprochen, soll ja heute auch bisschen den Verkehr gehen. Man kennt es ja selber, wenn man an der Baustelle vorbeifährt. Das ist aber sicher auch nochmal was anderes, wenn man irgendwo in einer 30er-Zone auf einer Baustelle steht als auf der Autobahn, Kennst du das selber? Was ist das für ein Gefühl, wenn man da auf der Autobahn oder auf so einer Baustelle steht und da der Verkehr im Rücken quasi weiterfährt.
Claas10:02Ja, klar, 30er-Zonen, man muss immer vorsichtig sein. Gerade auch, man kennt es aus vielen Jobs, auch einer, der in der Metzgerei arbeitet, irgendwann wird alles so Routine und man verliert immer so ein bisschen den Bezug auch dazu, dass man sich natürlich verletzen kann, bzw. hat es nicht immer so akut im Sinn. Und dann lauern halt auch Gefahren, ob es 30 kmh ist oder auf einer Autobahn. Aber nichtsdestotrotz, desto schneller Autos fahren, umso schneller kann es, glaube ich, zu Unfällen kommen. Gerade auch auf Autobahnen natürlich LKWs. Die fahren viele Stunden, haben zwar ihre Pausen dazwischen, natürlich auch erzogenermaßen. Aber nichtsdestotrotz ist es auch viel Unnachtsamkeit, ob das jetzt durch den Verkehr kommt oder durch die Mitarbeiter selbst. Jemand, ständig in so einem Baustellen arbeite, für den wird es Alltag. Und man ist natürlich am Anfang viel vorsichtiger als irgendwann, wenn man das seit 10, 15 Jahren macht. Es gibt natürlich eine verkehrsrechtliche Absperrung, also die muss ja immer errichtet werden. Da gibt es halt verschiedenste Fälle, das wird dann immer mit, sag ich mal, mit den jeweiligen Gemeinden, Städten, wem auch immer, wo jetzt gerade die Baustelle stattfindet, natürlich abgesprochen. Das muss genehmigt werden. Da gibt es verschiedenste Verkehrspläne, also Verkehrszeichenpläne. Da gibt es Handbücher für. Und je nachdem, wie groß dann der Aufwand ist, beziehungsweise in welchem Verkehrsabschnitt man sich befindet. muss er natürlich auch passen. sag mal, wenn man an der Autobahn arbeitet und nur zwei Verkehrsleitkegel aufstellt und auf der rechten Spur arbeitet, dann kann man sich ja vorstellen, wie schnell da mal ein Elend passiert. Somit muss
Moritz11:33Hm.
Claas11:34man natürlich dann immer schauen, dass das natürlich immer der Situation angepasst ist und früh genug erkennbar ist. Auf den Autobahnen kennt man das ja auch. Das sind schon kilometervoll große Reklame aufgebaut, gerade bei Tageseinsätzen auch die von der Autobahn dann ausgeführt werden, wo die selber, sag ich mal, arbeiten vornehmen. Also da schon wirklich darauf zu achten. Aber im Endeffekt passieren tagglich auch Unfälle. Und ja, man kann immer nur aufpassen und ich sag jetzt mal, man arbeitet ja auch viel auf Knien, sein Hintern nicht weit genug rausragen lassen, damit einmal
Moritz12:06Ja.
Claas12:07fortwörtlich der Arsch weggefahren wird. Ich ich.
Moritz12:15Ja.
Claas12:16Ich wusste jetzt nicht, ob es rechts oder runter geht. Ja, Moritz, du hast mich jetzt ja mal gefragt, wie ist es vielleicht aus deiner Sicht, du hast ja selber nicht auf Baustellen gearbeitet, aber nichtsdestotrotz bewegst du dich auch im Straßenverkehr und durchfährst auch mal verschiedenste Baustellen. Wie ist das so für dich? Achtest du dann so eher auf die Baustellen oder guckst du dann halt eher so ins Grüne oder konzentrierst dich im Allgemeinen auf den Verkehr?
Moritz12:39Ja, gute Frage. Also früher war das tatsächlich so, da habe ich das quasi ausgeblendet. Da gehörte das für mich einfach so bisschen zur Landschaft dazu. Weil jetzt vielleicht auch etwas, wo man sich dann mal bisschen geärgert hat, jetzt wieder eine Baustelle oder sowas. Und man hat vielleicht mal geguckt, ob da überhaupt was passiert, was da genau gemacht wird oder so. Aber so richtig sensibilisiert wurde ich jetzt natürlich erst mal mit unserer Firma, mit RoadPartner. dass man sich damit überhaupt auseinandersetzt und sieht ja auch, was die Leute für einen tollen Job machen. Ich bekomme es auch mit auf Social Media jetzt natürlich, sehe die ganzen Videos oder auch die ersten Kontakte. Wir hatten ja auch schon Gäste dabei, die selbst auf der Baustelle stehen. natürlich macht man sich jetzt auch mehr Gedanken dazu und guckt natürlich auch viel mehr auf Sachen, oder? Es ist ja auch interessant, unsere Partner. zu sehen oder anbieter dann sieht man mal wieder ein fahrzeug von den und dem hersteller oder ja
Claas13:40Ja, auf alle Fälle, wenn man auf der Autobahn unterwegs ist, bin ich jetzt auch sensibilisierter als vorher, weil früher war ich nur im hiesigen Gebiet Kontakt mit welchen. Aber wenn man jetzt zu deutschlandweit fährt und man kennt jetzt ja auch viele Nachunternehmer mittlerweile, man sieht tagtäglich, also ich erzähl's ja auch, wenn ich unterwegs bin, ich sag, ich hab den gesehen, ich hab den gesehen. Genau,
Moritz13:58Ja, ja.
Claas13:59mit dem Fahrzeug, die Großfräse stand auf der Baustelle. Da hat Johann Bunte eine Großbaustelle. Also ich bin da auch viel sensibilisierter noch, weil... Früher war es eher die hiesigen Sachen, die örtlichen Sachen, die mir dann sehr bekannt waren. Aber mittlerweile, da wir auch deutschlandweit ja unterwegs sind, nicht nur mit der Plattform, sondern auch wir selber, kriegt man ja schon viele Eindrücke. Da sieht man halt auch vieles.
Moritz14:24Ja, auf jeden Fall. Aber wir sind ja sowieso eher, falls es auch in die Richtung ging, die Frage. Man ist natürlich vorsichtig. Man passt auf, dass man nicht zu nah an die Baustelle kommt oder so, weil da ja auch Menschen arbeiten. Aber wie ist das denn? Gibt es irgendwas? Wie reagiert man jetzt als Straßenbauer, wenn man merkt, dass da vielleicht jemand zu nah am Verkehr ist oder umgekehrt?
Claas14:46Ja, auf alle Fälle, vorher schon angesprochen, da stehen ja auch Baken und Absperrständer natürlich, dass man überhaupt gar nicht diesen Punkt eigentlich überwindet, aber nichtsdestotrotz ist es nicht immer umsetzbar. Und dann hilft es eigentlich nur aufeinander zu achten, weil wenn einer gerade an der Arbeit ist und irgendwie den Verkehr am Rücken hat und es selber nicht mehr sieht, wir hatten ja schon besprochen, wie viele Leute auf seiner Baustelle sind, dann gilt es natürlich auch darum, seine Mitarbeitenden zu achten bzw. auf seine Kollegen, mit denen man tagtäglich viel Zeit verbringt, auch wenn man vielleicht einen nicht so gerne mag, vielleicht, das soll auch mal ein Kulissen vorkommen. Aber nichtsdestotrotz, dass man dann auch warnt und sagt, ey, Vorsicht, du bist einfach viel zu nah am Verkehr. Da gibt es auch Abstände, die einzuhalten sind, laut Regelwerke. Aber keiner steht da, sag ich mal, im Zollstock und sagt dann da, und jetzt bist du fünf Zentimeter zu nah dran. Das ist natürlich auch nicht Realität. Aber ein gesundes Gefühl dafür haben, auch seinen Mitmenschen achten. Ob das die Leute auf der Baustelle sind, aber auch vielleicht Personen, die nicht an den Baustellen beteiligt sind, sondern eher im Verkehr mit drin sind und dann auch auf die achten und zu sagen, hey Leute, das Risiko müsste einfach nicht eingehen, weil Bagger stehen auf der Baustelle, die schwenken, Radlader sind unterwegs und beim Radlader hat man jetzt auch nicht so die Umsicht. Da kann man sich das auch nicht so vorstellen. Natürlich gibt es Rückfahrkameras und ähnliches, auch individuell noch anrissbar. Aber das sind große Geräte. Man sitzt sehr hoch. Man hat eine Schaufel, eine Gabel vorne mit dran und man sieht es dann halt einfach gar nicht. Ja, und da müssen alle Mitmenschen auf sich gegenseitig achten, ob sie kolonnenintern sind, aber auch die Mitmenschen, die, sag ich mal, durch den Verkehr, sag ich mal, über diese Baustellen geleitet werden oder drum herum geleitet werden.
Moritz16:27Ja, die auf der Baustelle, die haben ja eigentlich also viel vieles selbst in der Hand, wenn sie jetzt besonders gut aufpassen. Aber es wird ja sicher auch mal vorkommen, dass jemand zu einer Absperrung einfach durchbricht oder einer hat es besonders eilig, wieso auch immer, meint, er da irgendwie, da ist niemand am Bau und fährt da rein oder wie auch immer und überholt von rechts über die Baustelle. Also sowas passiert, oder?
Claas16:54Ja, alltäglich. Es gibt die Verpflichtung, dass man morgens und abends auch die Baustelle checken muss, ob alles noch richtig abgesperrt ist.
Moritz17:06wirklich?
Claas17:07Es ist eigentlich tagtäglich. Es kommt irgendwann ein bisschen auf die Ortern, wo die Baustellen jetzt liegen. Es gibt natürlich welche, die bleiben unberührt. Es gibt welche, die werden jeden Tag aufgemacht. Und da gibt es halt auch zum Teil witzige Fälle. Oft sind Leute, die wollen den Umweg nicht fahren, die sehen es nicht ein, die sagen, das war nicht richtig ausgeschildert oder ähnliches. Die machen dann einfach die
Moritz17:27Hm.
Claas17:28Baustellen auf, fahren darüber. Auch während des Laufenden Betriebs gibt es welche. Dann steht man da, hat gerade eine Baubesprechung und dann dreht man sich und denkt, wieso ist jetzt ein Fahrradfahrer auf der Baustelle? Und ja, das kommt tagtäglich vor. Dann redet man mit den Leuten.
Moritz17:38Nein, Gott, kann man sich ja fast nicht vorstellen.
Claas17:42Ja, es gibt Kolonnen, die sehen das sehr locker, sagen dann gar nichts, weil es einfach ein alltägliches Problem ist. Aber es gibt natürlich dann auch Poliere. Die können dann ganz schön laut machen, weil das ist halt auch immer so eine
Moritz17:53Ja, verständlich.
Claas17:54Toleranzgrenze. Genau. Man hat ja auch eine Verantwortung,
Moritz17:57Natürlich.
Claas17:57eine sehr hohe Verantwortung. Also man haftet auch persönlich, wenn da was passiert. Deswegen muss man das auch schon einhalten. Das wechselt sich auch oft der Bauleiter oder der Polier ab. Dass irgendjemand sagt, ja, das ist auch auf meinem Feierabendweg, ich fahre da nochmal vorbei und gucke eben. Also das ist halt schon einzuhalten und auch ganz wichtig. Und gerade wenn es dann Asphaltbaustellen sind, man kann sich vorstellen, gibt Straßen, die sind runtergefräst, werden dann im Auto über gefräste Flächen fahren, gerade wenn man dicke Felgen hat und wenig Reifenprofil, kann das am Auto Schaden hinterlassen. Wenn es dann natürlich offen ist, dann kann das natürlich dann auch der Baustelle, da sagt man ja, okay, aber es war alles offen, wie soll ich das dann wissen? Aber wenn das jemand eigenständiges aufmacht und rüber fährt, dann sitzt er halt auch mit dem Schaden da. Was natürlich ein weit verbreiteter Fall ist, das noch öfters vorkommt, mir persönlich nicht, aber ich habe es aus der Zählung gehört. ist, dass Bitumenemulsion angespritzt werden und die Autos fahren drauf. Dafür gibt es ja auch bei uns Kalkmilch. Dadurch kann man das Risiko absenken, dass das ganze Auto nicht am Ende mit einer Bitumenemulsion voll ist. Das ist natürlich der eine Weg, aber auf der anderen Seite sollte man gar nicht erst darüber fahren, weil das kann große Schäden bei Autos hinterlassen. Und wenn man denkt, das spüle ich mal eben so ab, dafür gibt es ja auch Asphalt-Trennmittel und nicht einfach nur Wasser. Also man kriegt das nicht so einfach von den Autos entfernt. Was man auch oft hat, ist auch schon vielen Bauleitern bzw. Planungs- oder Ingenieurbüros selber passiert, im Dunkeln auf einer Baustelle fahren und da ist ein Schotterhaufen bzw. mit Splitt oder ähnliches, die am nächsten Tag eingebaut werden sollen und das sieht man sehr schlecht. Es sind auch schon viele auf dem Schotterhaufen draufgefahren. Da kann man sich vorstellen, das ist nicht so, als ob man in eine Wand reinfährt, aber das ist halt auch kein angenehmer Aufprall. Also passiert tagtäglich häufig.
Moritz19:41Das kann ich mir gut vorstellen. So ein Schotterhaufen ist ja auch gut getan. Der ist ja in Asphaltfarben.
Claas19:45Ja, so grau, schwarz, dunkel schon. Man sieht es nicht gut.
Moritz19:51Ja.
Claas19:52Das kann man natürlich auch Asphalt. Wenn man am Vortag eingebaut hat, bleibt immer etwas über. Das liegt an der Seite. Das sind am Schloss Asphaltschollen. Die härten über Nacht aus und liegen dann, bis sie in einen Container oder von Vorunternehmen abtransportiert werden. Wenn man auch da rüberfährt, das hinterlässt einen Schaden. kann sich das vorstellen, so dicke Haufen von Asphalt. Die sind auch steinhart und sind jetzt nicht verdichtet, aber nichts, das trotz ausgehärtet. Da stehen reelle Schäden. Und was ich sonst noch mal für einen lustigen Fall hatte, da war eine Baustelle angespritzt und die Frau hat gesagt, das wäre nicht richtig gekennzeichnet worden. Wir sind der Meinung schon, beziehungsweise hatten wir eben Nachunternehmer da. Da war halt so bisschen die Frage, wer ist jetzt schuld? Die ist mit ihren Schuhen da durchgelaufen, wollte neue Schuhe bekommen und ein neues Fahrrad. Aber Fahrrad meint sie, sie sie recht gut reinig bekommen. Was soll man dazu sagen? Man ist nicht tagtäglich da vor Ort. Es wären ziemlich teure Arbeitskräfte, wenn eine da nur steht und den Leuten Anweisungen gibt, wo sie langfahren dürfen und wo nicht. Also auch so eine Baustelle ist mal geöffnet, weil es einfach Anfahrverkehr gibt von Asphaltmischgut, von Schuttgütern oder anderen Baumaterialien. dann braucht man ja wie so einen Schrankenwärter, der den ganzen Tag da steht und nur eine Schranke öffnet, zumacht, Schranke öffnet, zumacht. Da muss man auch ein bisschen so... an den Verstand der Leute mal appellieren und auch einfach sagen, das wird was fürs Gemeinschaftswohl getan, ob das jetzt Güter sind, darüber verkehren, die man dann sich im Supermarkt kauft oder wenn man halt selber zur Arbeit kommt oder zu seinem Hobby, zum Tennisplatz, zum Fußball. Man benutzt diese Wege und die müssen instand gehalten werden, die müssen sandiert werden und es müssen auch neue Wege erschlossen werden. Da kann man wirklich nur an den Appell des Menschen appellieren und sagen, komm, das ist ein gemeinschaftliches Ding, denk doch mal ein bisschen nach und Fahrt nicht so auf eine Baustelle. Man wird jetzt auch nicht, sag ich mal, wenn Haus gebaut wird, einfach auf eine Baustelle gehen, da lauern auch Gefahren. Und man kann sich einen Nagel in den Fuß reintreten oder ähnliches. Genau.
Moritz21:51Ja absolut, also vielleicht auch ein Aufruf an alle Zuhörer. Ihr seid ja natürlich alle vernünftig, wie gesagt, da arbeiten ja auch Menschen auf der Baustelle. Das sind auch Familienväter, die auch abends gerne sicher nach Hause kommen wollen. immer schön vorsichtig fahren und auch wenn man sich vielleicht mal ärgert, dass man irgendwie schnell irgendwo hin muss. Man kennt es ja selber, das ist ja auch menschlich. Einfach im Sinn behalten.
Claas22:16Ja genau, da vielleicht mal eine Frage an dich. Vielleicht kannst du dich jetzt leider büden oder ertappen nach deinem Appell. Hast du schon mal Baustellen durchbrochen, Abkürzung genommen, weil es dich geärgert hat?
Moritz22:26Nein, nein, so was hab ich noch nie gemacht. Nee, wirklich. Also... Nee, also so was... Deswegen, kann mir das kaum vorstellen,
Claas22:30Dann gehörst du zu den vernünftigen Menschen.
Moritz22:33dass so was wirklich gemacht wird. Also, es gibt natürlich alles, aber... Ich hätte da eher an Dritte-Welt-Länder gedacht, muss ich sagen. Das, was du vorhin erzählt hast.
Claas22:40Ja, tägliche Realität, ich habe mich natürlich auch schon eigens erwischt. man steht in vielen Kontakten mit so einigen Sachen. hatte letztens einen Fall in Neuburg, da ich auch einen wichtigen Termin. Das war dann, sag ich mal, eine Einbahnstraße innerhalb der Baustelle. War meine alte Firma, die da am Arbeiten war. Weil ich hier so riesen Umweg fahren müssen, wenn ich den Termin pünktlich wahrnehmen Ist jetzt natürlich alles nur potentiell so gewesen. Aber
Moritz23:06Ja, du erzählst eine Geschichte von einem Freund, du kennst.
Claas23:09genau, aber da... hat der Freund oder ich vielleicht auch noch mal eine Abkürzung genommen.
Moritz23:16Ja, ist ja auch vielleicht irgendwo menschlich, aber man sollte es natürlich im Hinterkopf behalten. Ich jetzt bisschen ernst, aber es interessiert mich. In deiner Zeit, wo du als Straßenbau- oder als Bauingenieur generell tätig warst, ist dir das schon mal, oder in einem deiner Firma, wo du gearbeitet hast, vorgekommen? Kannst dich erinnern, dass es mal einen Unfall gab? Auf einer Baustelle?
Claas23:37Ja, Unfälle gibt es viele, aber die jetzt direkt mit dem Verkehr zusammenhängen, das muss ich mal überlegen.
Moritz23:40Mhm. Ja, genau. Also es ist schon eher Gott sei Dank was Selteneres,
Claas23:48Nee, mit Verkehr glaube ich hatte ich keinen Fall, aber es passieren halt viele Dinge, muss man dazu sagen. gibt welche, die fassen mit einer Hand in einen Fettabscheider rein. Also das ist schon sehr gefährlich. gibt welche, sind, also innerhalb der Jahre kennt man das aus allen Bauunternehmen, dass Menschen halt auch wirklich schon mit einem Herzinfarkt auf der Baustelle umgefallen sind. Ich glaube, so einen Fall hatte schon jedes Bauunternehmen oder mit Schlaganfällen. Genau, aber jetzt was konkret mit dem Verkehr zusammenhängt, wüsste ich jetzt so gerade nicht. Aber da sind die Leute auch schon sensibilisiert. Aber dass man sich am Gerätenfall letztlich sich Hände einklemmt, das passiert schon ziemlich
Moritz24:22Das ist nicht vermeidbar, leider.
Claas24:23oft. Manchen öfters als anderen, muss man auch dazu sagen. Also da gibt es auch so ein Gefüge, glaube ich. Ich kenne auch welche, die haben schon drei, vier Unfälle gehabt. Es gibt welche, die arbeiten seit 40 Jahren, noch nie einen Unfall. Das ist mal ein Stein auf dem Fußfeld, dafür hat man Arbeitssicherheitsschuhe. Klasse S3, beziehungsweise Asphaltbau S2. Also das ist dann so, das passiert. Aber das wird jetzt natürlich nicht unter größerer Unfälle. mit reinbringen. ich habe mir selber meine Hände irgendwo eingeklemmt auf den Platz, weil man versucht irgendwo noch was rauszuziehen, sich irgendwelche Anbauteile anguckt und die Handblöde dazwischen hat. Aber es kann ziemlich viel passieren gerade bei so großen Geräten. Die haben Gewicht, die haben verschiedenste Bolzen etc. Da muss man schon aufpassen. Also ich hatte selbst so bei Ketten, für den Kran sind, man, oder für den Bagger, wo man dann Gegenstände einhängen kann, die Mechanismen, da muss man schon vorsichtig sein. Ich war auch mal so blöd, habe mir den Finger eingeklemmt, der wird dann noch blau. bis ein Blut unterlaufen. Aber man will es halt nicht wagen, dass der Finger mal abfällt.
Moritz25:20Dann bin ich erleichtert jetzt. Dann bin ich erleichtert, dass bei dir das höchste Risiko ist, dass du dir einen Hexenschuss holst oder so, wenn du vielleicht vom Schreibtisch aufstehst oder meine Kiste mit Messesachen zum Auto trägst.
Claas25:33Naja, jetzt ist das Risiko geringer geworden. Aber für einen Bauleiter auch bei weitem nicht so groß wie für die Leute auf der Baustelle. Muss man natürlich auch so.
Moritz25:36Ja Gott sei Dank. Das ist so. Natürlich. Das ist so. Ja, vielleicht nochmal zum Thema Verkehr und Stau zurück. Gibt es Baustellen, wo du sagst, das geht dir zu lange für deinen Geschmack? Das könnte ein bisschen, oder eine Baustelle, die monatelang abgesperrt ist, wo du vielleicht auch dein Verständnis verlierst?
Claas26:02Ja, also natürlich das hat man. Also das hat man auch bei eigenen Baustellen, weil nicht immer alles in eigenen Hand liegt. Erstens schon überhaupt nicht von der Kolonne, wenn die morgens dahin kommen, die wollen ihr Geld verdienen, die wollen arbeiten. Also an denen liegt es schon mal meistens am wenigsten. Ja, ich habe Baustellen, aber wenn man wirklich mal tief in sich geht und sich die Gründe überlegt, warum könnte denn eine Baustelle jetzt gerade nicht besetzt sein, warum könnte die so lange dauern, dann gibt es eigentlich schon recht gut erklärbare Gründe. Genau. Es sind viele Arbeitsschritte, aufeinander folgen. Genau, also auch mit Aushärtezeiten, Wartezeiten, wo man sich einfach gedulden muss. Dann kommt natürlich oft schon von uns besprochen innerhalb unserer Podcast das Wetter mit dazu. Man kann einfach nicht bei jedem Wetter arbeiten. Das ist auch mal so bisschen den Appell, den man an sich selber richten kann. Wenn man jetzt im Winter bei minus 5 Grad lang fährt oder es einfach ein völliger Regentag ist, möchte man selber da draußen stehen, wenn man selber, wie wir jetzt, im Warmsitz beziehungsweise auf seinem Hintern. Das ist natürlich Sache. Dann gibt verschiedenste Sperrfenster. Eine Autobahn kann nicht immer den ganzen Tag gesperrt sein. eine Verkehrssicherung wird über mehrere Kilometer aufgebaut. Oder etappenweise natürlich auch mal. Aber macht keinen Sinn, sagen, wir sperren jeden Tag nur 100 Meter und stellen jeden Tag alles Dann hat man erhebliche Kosten. Somit sind größere Abschnitte abgesperrt. Dann fährt man drei Kilometer über eine Baustelle vorbei auf einer gesperrten Spur. Guck nach rechts und denk, ja, aber auf drei Kilometer hab ich fünf Leute gesehen. Ja, was liegt natürlich daran, dass man jetzt, sag ich mal, das nicht fortlaufend dann alle 100 Meter fünf Leute hinstellt, weil es gar nicht zu den Ablaufprozessen passt und dann natürlich auch sehr teuer werden würde. Dann gibt es natürlich Prüfungen und Freigaben, die erst mal vorgenommen werden müssen. Wenn man einen bestimmten Abschnitt vorgenommen hat, fängt man ja nicht gleich mit dem nächsten an, ohne zu schauen, hatten alles richtig funktioniert, haben wir die Qualität. die wir uns erhofft haben bzw. die der Auftraggeber dann auch beauftragt hat. Und ansonsten, ja, Verkehrsführung bleibt trotzdem bestehen und was natürlich auch ein Grund dafür sein könnte, sind Nachträge. Sprich, es kann auch immer mal zu Streitigkeiten kommen bzw. es wurde was geplant, dann muss die Planung verändert werden. Dazu kann es zu stellstärksten Zeiten kommen. Im bürokratischen Deutschland kann sich das natürlich dann auch mal ziehen. Genau, Nachträge müssen kalkuliert werden. Es gibt Personalmangel, auch das kann natürlich vorkommen. Gerade in Corona-Zeiten dann noch meist die ganze Kolonne krank. Was wir jetzt da machen, kannst du auch nicht von anderen Baustellen abziehen in den meisten Fällen. Ja, Streitigkeiten, es kann zu Materialengpässen kommen. Man kann sich auch so vorstellen, man hat eine Baustelle, das Asphaltmischwerk ist zehn Kilometer entfernt, das nächste ist 40 Kilometer entfernt. Jetzt hat das Asphaltmischwerk aber irgendwie Umrissachen, irgendwas ist defekt gegangen. Es kann jetzt irgendwie zwei Wochen mal nicht produzieren, was natürlich vermieden werden sollte, aber ... Das sind etliche Gründe, da zusammenkommen können, wo man am Ende auch sagen muss, es hat schon alles seinen Grund und die, die auf der Baustelle sind, sind am wenigsten dafür schuldig. Der Bauleiter trägt natürlich auch mal eine Teilschuld, aber kommt halt auch von Auftraggeberseite, dass sich dann viele Sachen einfach ziehen und dann sind alle in die Hände gebunden.
Moritz29:13Also gibt unzählige Gründe zusammengefasst und du hast immer Verständnis.
Claas29:17Ja, nicht immer, aber wenn wir so bisschen überlegen, wie vorhin schon angesprochen, ist fürs Allgemeinwohl. Der Verkehr ist in den letzten Jahren, also der wird ja immer größer, also immer mehr Leute sind Teilnehmer im Straßenverkehr. Und die Straßen sind ja gar nicht mehr dafür ausgelegt. Und gerade wenn man dann sagt, okay, man baut jetzt neu, später viel mehr Verkehr dadurch fließen lassen zu können, ohne dass es zu Verzögerungen kommt. musste natürlich jetzt aber erstmal eine Spur für gesperrt werden. Und das dauert natürlich etliche Jahre, gerade im Ballungszentrum in Hamburg etc. Ja, das verstehe, das bringt natürlich Umut mit sich und man könnte viele Sachen auch verbessern, weil die Baustellen, gerade Autobahnbaustellen, multiplizieren sich, sage ich mal, innerhalb der Jahren von den Kosten her. Da muss man natürlich auch gucken, das wird viel bürokratischer Aufwand sein. Aber im Endeffekt habe ich dafür Verständnis und vieles obliegt vielleicht auch der Bürokratie und der Politik. Aber da wollen wir nicht zu politisch werden.
Moritz30:11Ja, das kann sein. Wir wollen ja nicht mehr so politisch werden hier im Podcast, sonst müssen wir noch einen extra Podcast dafür machen. Aber jetzt gerade haben wir viel über so Baustellen auf der Autobahn gesprochen. Wie ist das vielleicht ein anderes Ärgernis, wenn man neben der Baustelle wohnt? Kommt sowas auch häufig vor, dass so mal die Anwohner genervt reagieren, plötzlich da zur Kolonne kommen und sich beschweren oder ähnliches?
Claas30:37Ja, auch nahezu alltägliches Leid. so und so, es gibt sehr verständnisvolle Leute, aber es gibt auch viele Leute, die haben kein Verständnis, aber gerade wenn jetzt irgendwie mal ein Kanalschaden ist, sag ich mal, oder die Straße ist versackt, die fahren da jeden Tag durch, fahren sich im schlimmsten Fall die Auto kaputt, beziehungsweise das sind auch meistens die, sich am meisten beklagen, aber am wenigsten Verständnis dafür mitbringen, wenn das Problem dann behoben werden soll. Das ist leider ein alltägliches Problem, man verteilt Anliegerschreiben, man teilt es früh genug mit. Dann kann man sich vorstellen, man arbeitet im Straßenverkehr, man hat oft Parkplätze, oder Parken, Autos. Die können dann natürlich nicht stehen, dann kann man nicht arbeiten. Sowas muss früh genug angekündigt werden. Dann sind sie aber meist schon verärgert, dass dieses Problem jetzt schon seit zwei Wochen anliegt. Aber das sind natürlich auch Fristen, die man einhalten muss. Jemand, seit zehn Tagen im Urlaub ist und dann auf einmal heißt das, muss sein Auto wegstehen, aber erst noch vier Tage im Urlaub. Der kann es nicht wegstellen, der wird es gar nicht mitbekommen. Da gibt es auch Sachen, einzuhalten sind. Am Ende ist es so, sonst wird mal ein Auto abgeschleppt. Aber dann ist natürlich auch immer die Klärung, wer bezahlt es jetzt, wenn man gar keine Wahl hatte, weil man gar nicht zu Hause war. Dann geht es natürlich gar nicht, dass man es bezahlt, weil das ist ja nicht eigene Schuld. Aber mit den Anwohnern gibt es auch schon mal Streitigkeiten. Es gibt so und so. es ist immer bisschen variiert.
Moritz31:59Das erinnert mich an eine Geschichte, wo ich noch Student war in St. Gallen damals. Eines Morgens, wahrscheinlich bin ich spät ins Bett gekommen auch, wurde ich wachgeklingelt an der Tür, bin wahrscheinlich in Unterhose dann auf Boxershort an die Tür gegangen, macht die Tür auf und dann stand da die Polizei. Und ich habe gar nicht richtig mitbekommen, was jetzt los ist und dann ... Später habe ich auch aufs Handy geguckt, ich diverse verpasste Anrufe von der Polizei. Die haben direkt meine Nummer gehabt. Ganz interessant. Da habe ich wohl das Auto gepackt und nicht gemerkt, dass da ein Schild stand, ich sag mal, Montag bis Freitag hier nicht parken oder so was. Man kennt das ja, wie du gerade angesprochen hast, wenn da eine Baustelle ist. Und dann stand ich da. Aber
Claas32:43Ja.
Moritz32:44die war super korrekt. Dann bin ich rausgegangen, nachdem ich mich eben fertig gemacht habe. Da stand schon die Kolonne, gewartet, dass sie anfangen können. Schnell das Auto umgepackt. Das fällt mir gerade ein, das war ganz lustig. Dann habe ich es paar Meter weiter oder 200 Meter weiter irgendwo hingestellt, bin zur Polizei gelaufen, weil ich dachte, keine Ahnung, was jetzt los ist, muss ich eine Buße zahlen oder sonst was. Da ich hingegangen, ob das jetzt in Ordnung ist, meinte, ja, alles gut, nächstes Mal bitte darauf achten.
Claas33:12Ja.
Moritz33:13Und ich habe das Auto jetzt hoffentlich dahin gestellt, wo ich es abstellen darf. Und ich nochmal zurückgegangen, habe ich es genau wieder an so einem Parkplatz.
Claas33:21Ach,
Moritz33:23Parkiert musst du direkt noch mal weiter.
Claas33:27okay. Also das ist ja auch so, alle Agierende eigentlich mit Verständnis, weil es kommt so was tagtäglich vor, du beschreibst es selber, viele Menschen haben das genauso, weil man einfach gar nicht in diesem Prozess drinsteckt, wer keine Erfahrung damit gemacht hat. Ich verstehe die Leute, die sich dann aufregen, sage ich mal innerhalb von dem Bauunternehmen oder auf Auftraggeberseite, Polizei. Weil, keine Ahnung, es passiert halt tagtäglich, aber muss er auch Verständnis zeigen, es gehört einfach mit dazu. Da muss man auch, glaub ich, so denken, ich arbeite 40 Jahre, ich kann mich jetzt nicht 40 Jahre lang jeden Tag so aufregen, das sind einfach Sachen, sind, wie sie sind. Da hat auch keiner für eine Lösung gefunden. Und, genau, vielleicht integrieren
Moritz34:04Nein, nein, das ist es.
Claas34:06wir die ja irgendwann, aber, nee, also da muss man einfach leben. Ja, genau,
Moritz34:09Und Radar, Baustellenradar.
Claas34:12dass man alle Anwohner informiert werden. Ich glaube, so was in der Art lief sogar schon.
Moritz34:15okay.
Claas34:16Ja, aber du hast es gerade schon mal angestellt, du bist selber schon mal in die Situation gekommen. Aber ich kenne es ja auch bei dir jetzt gerade in Zürich, gerade ging es noch in St. Gallen. dein Wohnhaus sage ich mal herum, wird jetzt auch noch tendenziell in letzten Jahren viel gebaut. Ich glaube, du wirst so bisschen Kanalsanierungen
Moritz34:29Ja richtig.
Claas34:31vorgenommen, der Kanal wird erneuert. Wie ist das so für dich, wenn vier Wochen die Einfahrt gesperrt ist oder man ist unmittelbar und sich herum hat Parkplätze finden? Wie gehst du immer so damit
Moritz34:40Don't get me started, Claas. Du sagst es lustigerweise hier direkt, wenn ich aus dem Fenster gucke, da war jetzt lange eine Baustelle, hier direkt vorne. Das war ja letzten Sommer. Jetzt im Sommer ist natürlich viel. Also ist ja logisch, jetzt ist Saison. Und ein paar Meter weiter wurde bis vor ein paar Tagen noch gebaut. Doch, Absperrung sehe ich noch, aber ich sehe jetzt keine Arbeiter da. Ist ja auch Sonntag. Aber sonst sind sie da immer fleißig zu Gange. Da habe ich auch schon das ein oder andere Material von Anbietern von uns gesehen, lustigerweise. Und hier ein paar Meter weiter in die Richtung, bei der Bushaltestelle bei der nächsten, wird die gerade auch komplett neu gemacht. Also da auch extrem viel Baustelle. Und in der Schweiz oder in Zürich ist das so, für die deutschen Zuhörer gibt es blaue Zonenparkplätze. Das heißt, du kannst nicht wie in Deutschland einfach überall parken, sondern es gibt markierte Flächen, wo du parken darfst, die sind blau markiert. Und die sind natürlich jetzt alle weg. Und oben, du hast es schon gesagt, wusste ich gar nicht genau, genau, sind so Kanalsanierungen. Das heißt, da sind auch in regelmäßigen Abständen die blauen Zonenparkplätze gesperrt. Es ist ehrlich gesagt schon ein bisschen ärgerlich, aber es ist ja logisch. Das muss im Sommer gemacht werden. Das muss gemacht werden. Ja, was soll ich sagen?
Claas35:59Ja, man kann ja auch das... Ja, es ist natürlich ärgerlich, aber man kann sich ja genauso gut vorstellen, wenn man sich jetzt überlegt, der ganze Kanal ist irgendwann mal short. Man kann so auch nicht mehr auf Toilette gehen, nicht duschen. Wo soll das Abwasser
Moritz36:08Jaja, das ist mir klar.
Claas36:12hin? Bei Frischwasser natürlich. Da würden die Leute nochmal meckern.
Moritz36:14Ich sag auch immer meiner Frau, wenn wir durch die Stadt fahren, ich bin froh, dass es viele Baustellen gibt, weil das heißt, man hat ein Land, das sich darum kümmert, so da wird Geld
Claas36:22Ja.
Moritz36:22in die Hand genommen. Ja, genau wie du es sagst.
Claas36:26Genau, man muss ja immer nur so überlegen, man kommt vom Fußball abends, hat verschwitzt, am besten hat es noch geregnet, matschige Knie. Das Vereinsheim hat keine Dusche, weiß was ich, oder hat auch gerade Reparaturen, es wird einfach nirgendwo mehr stattfinden. Ja, dann könnte man sich das Regenwasser abkochen und sich dann in einer kleinen Wanne, wie es früher gemacht worden ist, abduschen.
Moritz36:47...
Claas36:48Also ich denke mal, das ist schon ein Luxus, den man ja auch nicht in allen Ländern hat. Der muss einfach in Stand gehalten werden. gehören Baustellen, ob das jetzt eben Kanals oder auch Straßenbau. Man will zum Fußball hin, man will mit der Familie mal einen Ausflug machen, man will zur Arbeit kommen, damit man auch am Ende des Abends sich das Brötchen schmieren kann. Deswegen, die Sachen gehören einfach dazu. Ich glaube, man hat es auch bisschen erträglicher, wenn man sich das immer so denkt, als wenn man sich nur darüber aufregt. Gibt leider so welche Menschen, aber ja, da muss man ja auch einfach, es gehört mit dazu.
Moritz37:18Ich versuch mich weniger aufzuregen, Claas. Ich hab's schon verstanden. Nein, grade was
Claas37:21Ja.
Moritz37:22du angesprochen hast, wir beide waren ja auch schon ein paar Mal in Mexiko, in Guadalajara, da gibt's ja auch immer so Regensaison, sag ich mal. Und da, wenn's dann mal anfängt zu regnen, dann ist auf einmal die ganze Straße geflutet, so dann kommt der ganze Müll hochgespürt und was weiß ich, weil die keine vernünftige Kanalisation haben, ne? Das spielt da ja auch mit rein. Also eben, wir können uns glücklich schätzen.
Claas37:43Ja, es ist von den Größen, genau, es ist für die Größen gar nicht ausgelegt. Es wurde in den letzten Jahren ja immer ein bisschen härter und berechnet das immer anhand von 100 Jahre Starkregenereignissen. Das habe ich mir zumindest noch bisschen aus der Uni-Zeit gemerkt. Und ja, es ist halt nicht darauf ausgelegt. Und wenn man dann, sage ich mal, einen Drehschnitt von denen, ich glaube, Mexiko sind die schon sehr groß, weil ich habe interessanter, interessanterweise auch mal gelesen, dass Mexiko den tiefsten Kanal der Welt hat. Da war ich verwundert,
Moritz38:11Ach, spannend.
Claas38:11wie tief der war. Also da redet man nicht über 5, 6, 7, 8 Meter, da geht es relativ tief in die Erde. Liegt natürlich auch daran, dass es ein bergiges Gebiet ist mit verschiedensten Höhenmetern über den Meeresspiegel. Aber ja, die Dimension ist gar nicht dafür ausgelegt und dann wird es sogar noch schlimmer, weil dann kann man sich das vorstellen, der Kanal, der so vollgelaufen ist, dass gar nichts mehr funktioniert, sprich das Wasser von oben, läuft gar nicht mehr richtig ab, weil man braucht ja auch immer so einen Rohrquerschnitt, das muss ich jetzt mal so zeigen, darf das ja nur bis zu einer gewissen Fläche stehen, weil ansonsten hast du einen Sog. In dem Fall läuft gar nichts mehr und dann bleibt das Wasser stehen. muss ich erst mal andere Wege finden, zu versickern. Bis die Kanalisation langsam in den Betrieb kommt, dass sich das Wasser irgendwo hin leitet. Das dauert dann. Dadurch hat man das eben, weil die Kanaldimensionen gar nicht richtig angepasst sind.
Moritz39:01Aber diese mexikanischen Kanalisation, die 100 Meter tief ist, was auch immer, du redest nicht von den Cenotes, die wir gesehen haben.
Claas39:08Nein, nein, nein, nein, nein, die Käselöcher, die durch den Meteoriteneinschlag hin. Nein, nein, also es ist wirklich eine ganz tiefe Kanalisation, gibt es in Mexiko und ist meines Erachtens so, weil ich weiß, gibt es in anderen Ländern auch schon, aber die tiefste. Wie das dann gebaut wird, das
Moritz39:21ok, spannend.
Claas39:22muss ich mir selber informieren, weil ich glaube, man gräbt jetzt nicht 80 Meter mit einem Bagger in den Boden, das wird nicht funktionieren, müsste ich mir selber mal angucken, ob das, ich denke mal, das wird durch Horizontalbohrverfahren oder ähnliches dann gemanagt.
Moritz39:35Ja, das ist doch eine Frage, die wir unseren Kanalfreunden stellen können, wenn wir bei denen zu Gast sind. Da kommt ja noch was im Laufe des Jahres.
Claas39:42Ja, dann sind wir erweitert und fragen wieder mal.
Moritz39:44Genau. Vielleicht zum Abschluss oder wir gehen ja Richtung Abschluss. Gibt es auch mal schöne Momente mit Anwohnern? Also welche, die sich nicht nur beschweren, sondern vielleicht, ich weiß es nicht, ich kenn's von Militär, dann kam mal auch eine Mutti vom Bauernhof mit Kaffee und Kuchen oder so und hat was vorbeigebracht. Gibt's so was?
Claas40:03Ja, diese Momente gibt es auch. Gerade wenn man bei privaten Leuten mal ist, weil man was auf dem Grundstück machen sollte, da will man such-säu mal sehr freundlich empfangen. Aber ansonsten, was mir so am meisten in Erinnerung blieb, das war mal ganz schön, ich habe mal als Werkstudent in einer hiesigen Baufirma hier auf Sleer gearbeitet, mehrfach. Und nicht nur der Schlaumeier aus der Fachhochschule oder aus der Uni zu sein, ich dann auch mit rausgegangen, mehrere Wochen habe draußen mitgearbeitet. Und da haben wir eine Erschließung gemacht bzw. eine Sanierung. innerhalb einer Straße. das war so die wärmste Zeit im Sommer. hatten wir schon morgens ziemlich früh so an die 30 Grad. Haben sprich sehr früh angefangen, so ab 6 Uhr und länger als 13, 14 Uhr ging es auch gar nicht. Weil man war irgendwann echt geschafft, so viel konnte man gar nicht trinken. Man arbeitete körperlich. Genau. Und in der Zeit war das so, dass eine Frau dann wirklich immer sehr höflich war. Die hatte auch immer gefragt, ob wir Bier trinken wollen. Das wurde natürlich nicht gemacht, aber hat uns Wasser hingestellt, verschiedenste Säfte. Hat dann auch mal einen Kuchen, Kekse und das war eigentlich alltäglich. Gerade bei der Dame. Die anderen hatten sich dann auch abgeschaut und hatten gesagt, bei uns könnt ihr auch was kriegen und so. Aber da achten auch schon die Leute drauf. Gerade bei heißen Temperaturen, sind die eigentlich immer recht freundlich. Also es gibt auch diese Momente, wo man wirklich recht herzlich empfangen wird. Und es gibt dann sowieso, sag ich mal, ohne jetzt den Leuten zu nahe zu treten, man freut sich auch mit denen ins Gespräch zu kommen, die nicht mehr arbeitende Generation bzw. die Rentner. Und die halten einen natürlich dann auch mal auf Trab, dann hat man noch mal welche stehen, die stehen wir von morgens bis abends und gucken beim Arbeiten zu. Versuchen wir, in den ständigen Gesprächen zu verwickeln, da ist man natürlich immer freundlich und unterhält sich auch und man muss auch bisschen klarmachen, dass das eine Dynamik haben muss, die vielleicht wie du so schön immer sagst, 20, 80, obwohl das schon sehr viel wäre, aber man muss halt auch einfach arbeiten und kann sich
Moritz41:51Sehr klar.
Claas41:51dann nicht ständig ablenken bzw. in Gespräche verwickeln lassen. Das gehört nun
Moritz41:55Ne.
Claas41:55mal dazu, aber das wirst du auch wahrscheinlich aus der Bankenzeit kennen. Je nach Abteilung, da wird auch mal
Moritz41:59Ja, genau.
Claas42:00mehr gequatscht, mal weniger konzentriertes Arbeiten, weniger konzentriert.
Moritz42:05Also womit tatsächlich schon auch erzählt, dass welche die am Schalter sitzen, dass da auch immer die üblichen Rentner vorbeikommen, einfach weil die sonst wahrscheinlich gar keinen Kontakt haben zu anderen Menschen. Oder?
Claas42:14Ja, was mir auch immer leid tut, wie Zeit kann man sich auch schon für die nehmen, damit jetzt auch kein Chef sagt, ignorieren Sie oder sagt, ihr dürft nicht reden. Das habe ich auch noch nie gehört, aber es muss natürlich immer eine gesunde Dynamik haben. man ist am Schluss nicht die Telefonschaltung als Kummerkasten.
Moritz42:32Ne, das ist so. Im Anbetracht der Zeitklasse wollen wir auf die Steilen Thesen heute vergessen. Wir hatten auch Zuhörerfragen. Ich glaube, das schaffen wir heute alles gar nicht mehr.
Claas42:44Ich würde auch sagen, ich bin heute vielleicht wieder bisschen zu sehr im Redefluss gewesen,
Moritz42:47Hahaha.
Claas42:48habe mich bei manchen Sachen zu weit ausgeholt. Kann ich nächstes Mal an mir arbeiten, dass ich versuche ein bisschen mehr auf den Punkt zu bringen.
Moritz42:54Das ist in Ordnung. Solange sich keine Zuhörer beschweren, kann man es gerne so weitermachen. Aber dann würde ich das Ende einfach kurz fassen und sagen, ja, war eine gute Folge, Claas. Hat mich sehr gefreut, sehr interessant, viel gelernt. Und wer mal dabei sein möchte oder Anregung hat, melden podcast@roadpartner.de oder über andere Kanäle.
Claas43:14Alles klar, mir es auch sehr gefreut. War dann ganz spannend. Ist jetzt nicht so das vertiefende Fachthema. Vielleicht interessiert es ja auch mal, viele mit reinzuhören. ja, wir freuen uns auf Feedback, auf Fragen und auf weitere Gäste.
Moritz43:27Jo, alles klar, bis dann!
Claas43:29Macht's gut, tschüss!