Léon Heß hat Abitur, zwei Semester Pharmatechnik und dann die Reißleine gezogen. Heute ist er 25, Polier und Straßenbaumeister, baut Walzasphalt und Gussasphalt und zeigt seinen Job täglich auf TikTok und Instagram. Gerade steht er als Finalist im Rennen um Mister Handwerk 2027. In dieser Folge…
Léon Heß hat Abitur, zwei Semester Pharmatechnik und dann die Reißleine gezogen. Heute ist er 25, Polier und Straßenbaumeister, baut Walzasphalt und Gussasphalt und zeigt seinen Job täglich auf TikTok und Instagram. Gerade steht er als Finalist im Rennen um Mister Handwerk 2027. In dieser Folge erklärt er, warum er lieber bei 230 Grad auf der Bohle steht als im Büro.
Es geht um den Unterschied zwischen Walzasphalt und Gussasphalt: warum der eine in der Mulde kommt und der andere im Kocher mit Rührwerk, warum Gussasphalt nicht gewalzt, sondern gegossen und mit Vorlegestreifen gebaut wird, und warum ein Sommertag auf der Gussbohle bei 220 Grad ein Dampfbad ist, gegen das Walzasphalt „quasi kalt" wirkt.
Léon erzählt, wie man mit 25 eine Kolonne führt, in der die einen gleich alt sind und die anderen Anfang 60: Kumpel und Führungskraft zugleich, Berufliches und Privates trennen, die Erfahrenen einbinden statt ihnen die Welt erklären. Er spricht über den Ruf des Handwerks („wenn du in der Schule nicht aufpasst, wirst du Bauarbeiter"), über den Zeitungsartikel zu seinem Gehalt und darüber, was Betriebe ändern müssen, damit Azubis nach der Ausbildung nicht wieder weg sind. Claas erzählt dagegen, wie er als Werkstudent ohne Ausbildung plötzlich Asphalt-Bauleiter war und die Kolonne ihn stehen ließ.
Dazu der Alltag eines Poliers: 6 Uhr auf der Baustelle, Dispo für den nächsten Tag, 400 Tonnen Tragschicht und acht Lkw im Umlauf, Kolonnenfächer beim Lageristen, Bautagesbericht am Abend. Und die steile These zum Schluss: Ab 2027 gilt der Arbeitsplatzgrenzwert für Bitumendämpfe auch im Walzasphalt. Léon baut schon jetzt temperaturabgesenkt und beschreibt, was das im Herbst auf der Baustelle bedeutet: kurze Verarbeitungsfenster, Nester, mehr Walzen, zwei Kolonnen bei Ortsdurchfahrten.
Léon findet ihr auf TikTok als @leonderasphaltprofi, auf Instagram als @leonhessi66 und auf YouTube als LéonDerAsphaltProfi.
Automatisch erstelltes und nachbearbeitetes Transkript. Zeitangaben sind ungefähr, kleine Abweichungen zum gesprochenen Wort sind möglich.
Moritz00:07Moin und herzlich willkommen bei Roadtalk, dem Podcast für den Straßenbau. Mein Name ist Moritz Wübbelsmann. Ich bin einer der Gründer von RoadPartner, mit dabei wie immer mein Mitgründer Claas Buse. Wir haben heute die Ehre, einen möglichen Mister Handwerk 2027 zu Gast zu haben. Und das ist nicht mehr das Interessante an ihm. Léon Heß ist Straßenbauer, Polier und Straßenbaumeister und er baut beides, normalen und Gussasphalt. Gussasphalt kennen die wenigsten. Das ist Material, das bei über 200 Grad im Kocher auf die Baustelle kommt, das nicht gewalzt, sondern gegossen wird und ich freue mich schon später mehr darüber zu erfahren. Nebenbei zeigt er seinen Job täglich auf TikTok und Instagram und ich habe gestern gesehen, dass du jetzt auch schon für Miss und Mister Handwerk vor der Kamera standest. Léon, schön, dass du dabei bist.
Léon Heß00:49Hi, vielen Dank, dass ich dabei sein darf und ich versuche ein bisschen meine Einblicke aus dem praktischen Teil des Ganzen zu liefern.
Claas01:01Moin Léon, Hi!
Moritz01:01Ja, Ja, moin. Léon, magst du vielleicht noch bisschen was zu dir zu sagen zu der Person, wo du arbeitest und vielleicht woran du diese Woche so gebaut hast?
Léon Heß01:11Klar, also ich bin 25 Jahre alt. du ja schon gesagt hast, Straßenbaumeister habe ich letztes Jahr abgeschlossen. Vorher habe ich die Ausbildung zum Straßenbauer gemacht und ich arbeite bei der Firma Juchem. Die ist in Rheinland-Pfalz ansässig und im Moment bin ich eigentlich größtenteils im Walzasphalt eingesetzt. da Gussasphalt ein bisschen weniger geworden ist, was aber weniger schlimm ist, weil so kann ich auch mal noch den Walzasphalt mir ein bisschen mehr aneignen. Und im Moment haben wir viele kleinere Projekte. Die Woche hatten wir zum Beispiel einen Pferdehof asphaltiert die letzten drei, vier Tage.
Claas01:57Ja, das ist ja schon mal ganz interessant.
Moritz01:58Ja, spannend.
Claas01:59Und du hast gerade schon mal gut damit eingestiegen. Max, du uns den Zuhörern vielleicht mal auch erklären, was der Unterschied zwischen Walzasphalt und Gussasphalt ist.
Léon Heß02:08Klar, im Grunde genommen der größte Unterschied meiner Meinung nach ist, dass allein schon wieder das Material angeliefert wird. Also, Gussasphalt, wie ja schon gesagt, in solchen, man nennt es Kochern. Das sind meistens entweder Sattel, oder Hängerzüge. Das heißt dann muss man sich das so vorstellen. In dem Sattel ist der Kocher quasi wie eine, ich sag mal, der liegt flach wie so eine Flasche und dann ist das Rührwerk rührt dann vertikal und bei den Hängerzügen ist es so, ja doch Hängerzügen ist es so, dass es zwei einzelne Zylinder sind, wo dann Rührwerk drin ist, wo das Material stetig halt gerührt wird, wie in einem Betonmischer quasi. Und im Walzasphalt ist es halt so, dass das Mischgut an für sich lose aus dem Mischwerk einfach in eine Mulde hineingekippt wird und dann auf der Baustelle auch einfach raus gekippt wird. Im Gussasphalt ist es so, je nachdem was für eine Maßnahme man hat, dass man das Material entweder mit Schubkarren an den Einsatzort dann bringt. es einzubauen oder es wird direkt vor die Gussasphaltbohle laufen gelassen, da es ja in Anführungszeichen flüssig ist.
Claas03:30Ja, das ist schon mal sehr interessant. Ich glaube, gibt ja auch noch Unterschiede bei den Temperaturen. Und in Gussasphalt bin ich jetzt nicht so der Experte drin, aber man arbeitet mit klassischen Ansprachen, auch mit verschiedenen Geräten und Maschinen. In Gussasphalt ist es ja sogar klassisch, sogar eher mit verschiedensten Holzwerkzeugen arbeitet man ja auch. Und was
Léon Heß03:49Ja.
Claas03:49natürlich auch wichtig ist, eine Verdichtung findet ja auch nicht statt. Sprich,
Léon Heß03:52Richtig.
Claas03:52ihr spart euch natürlich auch die Walzen vor Ort auf der Baustelle. Wenn du jetzt eine Tendenz hättest, womit arbeitest du lieber, hast jetzt erstmal mehr den Gussasphalt kennengelernt,
Léon Heß04:01Ja.
Claas04:02jetzt schnürrst du auch gerade so in den Walzasphalt, bzw. das klingt ja schon sehr gut aus. Was ist so deine Präferenz? Was gefällt dir besser?
Léon Heß04:11Die Frage habe ich in letzter Zeit oft gestellt bekommen, da ich ja jetzt quasi so seit Anfang des Jahres im Walzasphalt eingesetzt werde. Es ist schwierig. viele... Also der Gussasphalt hat ja, ich sag mal so, deutschlandweit allgemein so ein bisschen schlechteren Ruf, weil das nur in Anführungszeichen so heißt, die die Schwerverbrecher machen oder die, die man für nichts gebrauchen kann, ist aber meiner Meinung nach gar nicht so. Also man kann die zwei... Baustoffe meiner Meinung nach auch fast nicht miteinander vergleichen, weil der Einbau so unterschiedlich ist. Und ich muss sagen, wenn ich die beiden Baustoffe jetzt miteinander vergleiche, dann ist es so, dass im Walzasphalt ein viel größerer Logistikaufwand besteht. wegen den ganzen Maschinen, den Walzen, den LKWs, die ich brauche, weil im Walzasphalt viel größere Mengen an Tonnage verbaut werden kann an einem Tag, als das im Gussasphalt möglich ist. Weil im Gussasphalt ist es halt so, in Deutschland gibt es auch nur eine begrenzte Anzahl an Kochern. und wenn man dann mal in Anführungszeichen so 10 bis 15 Kocher auf der Baustelle hat, dann ist das schon wirklich viel, aber dann ist das auch mit dem Nachladen und dem Einbau alles ein wenig schleppender wie im Walzasphalt. Im Walzasphalt kommt der Sattel an den Fertiger gefahren, der kippt einmal, dann ist er leer und dann kommt direkt der nächste und im Guss ist es zwar ähnlich, aber man muss sagen, ist ein bisschen... du kannst den Gussasphalt auch nicht so schnell einbauen wie den Walzasphalt. Deswegen... Mir macht beides Spaß. Es kommt halt immer darauf an, was man damit baut. Meine Lieblingstätigkeit im Gussasphalt war eigentlich Kreisverkehre bauen, weil die sind sehr vielseitig, was die ganzen Gefällewechsel angeht. Und man muss schauen, wie man sich die ganzen Vorlegestreifen im Gussasphalt baut, weil man muss ja im Gussasphalt die Bohle ist quasi wie ein Zug, der über eine Schiene fährt und man muss sich immer quasi behilfs... Streifen bauen, über diese dann später die haupten größeren Flächen abzuziehen. Und das hat man ja im Walzasphalt gar nicht.
Claas06:25Ja, das stimmt auf alle Fälle. natürlich Temperaturunterschied ist natürlich auch ein Unterschied. Und ich schätze dann auch für die persönliche Schutzausrüstung. Gerade wenn Gussasphalt, ich meine, der wird ja so bei ca. 230 Grad verarbeitet. Da muss man ja schon ganz vorsichtig sein, auch mit seinem Körper, dass man da nichts an die Haut bekommt wahrscheinlich.
Léon Heß06:43Ja, das ist richtig.
Claas06:44Weil das wird ziemlich wehtun. Ich glaube, wenn man jetzt so in der Küche kocht und Nudeln kocht, sind es 100 Grad, 230 Grad, ist dann doch noch mal ein immenser Unterschied.
Léon Heß06:52vor allem jetzt so in den Sommermonaten wie vor zwei drei Wochen, wenn wir dann in Anführungszeichen an die 40 Grad haben und es macht dann schon einen Unterschied ob von unten in Anführungszeichen nur noch 160 Grad kommen oder ob du wenn du auf der Bohle, weil die Gussasphaltbohle hat ja auch meistens einen Streuer drauf und dann sind da ja solche Gitter über die man laufen kann wenn man dann mal auf der Bohle stehen müsste zu kontrollieren ob das Splittbild passt. Wenn man dann da drüber läuft bei 200 220 Grad und die Sonne von oben auf einen runter knallt, dann ist das auch schon was ganz anderes und ja wie du schon gesagt hast, wenn das mal aus Versehen irgendwie ans Bein oder an die Haut oder sonst irgendwas gerät, ist gar nicht witzig und ist auch gar nicht vergleichbar mit dem Walzasphalt. Also Walzasphalt ist dagegen quasi kalt.
Claas07:44Ja, das stimmt auf alle Fälle. Aber ich kenne das auch noch, wo ich als Bauleiter zuständig war, wenn ich hochsommermal auf der Bohle stand. Beim Walzasphalt, das war schon ganz schön warm. Und bei Gussasphalt ist es dann noch einiges heißer. Da hilft vor allem dann natürlich viel Trinken. Weil es ist wie in einer Sauna, so kann man sich das wirklich vorstellen.
Léon Heß08:01Richtig, richtig, auf jeden Fall. Auf jeden Fall, wenn die Unterlage dann noch minimal feucht ist und der Gussasphalt dann vor der Bohle abgekippt wird, dann ist das auch quasi wie in der Sauna, weil dann ist das wie so ein Dampfbad, dann siehst du auch die ersten 5-6 Sekunden erstmal wenig bis gar nichts, bis dann dieser Qualm oder Wasserdampf, besser gesagt, der ja dann entsteht, weggezogen ist.
Claas08:25Ja, gratis Spa noch im Arbeitsalltag,
Léon Heß08:28Ja, genau, ja.
Moritz08:29Hahaha.
Claas08:30der natürlich dann aber nicht allzu angenehm ist.
Léon Heß08:33Ne.
Moritz08:35wow, super spannend. Ja, also ich stand noch nie auf einer Baustelle. Für mich ist es wirklich super neu zu hören. Vielleicht nimmst mich mal mit Praktikum oder so, Léon.
Léon Heß08:46Ja gerne.
Claas08:48bist jetzt ja polier mit 25 Jahren ausgelernter Straßenbaumeister. Das schafft ja auch nicht jeder in diesem Alter schon. Und da wäre auch so eine Frage von mir. Ich kenne sie auch aus meinem beruflichen Alltag. Ich habe als Bauleiter gearbeitet und gerade junge Personen, sage ich mal, die dann auch eine Kolonne führen, wie du es daneben tust. Der hat natürlich erst mal eine hohe Verantwortung am Tag, muss vieles koordinieren und natürlich auch deine Jungs, sage ich mal, sogar auch Damen bei dir mit in der Kolonne. Du musst dich auch zufrieden stellen bzw. im Endeffekt müssen die ja auch auf das hören, was du am Ende des Tages sagst. Wie ist da so deine Erfahrung mit? Du wirkst ja so für uns als sehr sympathische Person. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass du innerhalb deiner Kolonne gut ankommst. Aber das ist natürlich auch in dem jungen Alter eine schwierige Aufgabe.
Léon Heß09:33Ja, also als ich im Gussasphalt tätig war, war das damals so, dass wir relativ zusammengewürfelt wurden, auch viele Quereinsteiger dabei. Aber was ich sagen muss, die Kolonne war im Durchschnitt waren wir so zwischen 23 und 27 Jahren, was in erster Linie sehr gut ist, weil man alles so in einem Alter sind und man dieselben dummen Ideen im Kopf hat und man sich eigentlich blind versteht. Nur ist es halt auch sehr schwierig, wenn man dann in dem Alter ist und alle in Anführungszeichen gleich alt sind, sich dann so ein bisschen als Führungskraft dorthin stellen zu müssen, obwohl man mit den Jungs quasi so Kumpelmäßig ist. War für mich am Anfang nicht einfach, aber Mit der Zeit hat das sich dann so ergeben, dass die Jungs das auch verstanden haben. Was ganz wichtig ist meiner Meinung nach, man kann mit allen gut befreundet sein und auch privat was zu tun haben. Nur was meiner Meinung nach ganz wichtig ist, dass die Jungs, wenn man so eng miteinander ist, auch wissen, dass Berufliches und Privates getrennt werden muss. Weil es gibt dann halt Situationen auf der Baustelle, wo man dann in Anführungszeichen mal direkter oder lauter oder einfach mal jemanden zurechtweisen muss, weil irgendetwas passiert ist oder vermieden hätte werden können und dann müssen die Jungs auch lernen oder das verstehen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Und jetzt im Walzasphalt habe ich quasi eine neue Kolonne bekommen und da sind auch zwei ältere Herren dabei, die sind schon Anfang 60 und mit denen verstehe ich mich eigentlich relativ gut. weil ich es mir zu Herzen genommen habe, so habe ich es von meinem Meister auch gelernt, dass ich die mit einbinde. Das ist meiner Meinung nach auch ganz wichtig, weil es bringt mir nichts, wenn ich mich vor die zwei stelle und denen versuche die Welt zu erklären und sage wir machen das jetzt so, obwohl sie mich darauf hinweisen, dass es anders vielleicht besser wäre, aber es dann zu 100 Prozent in die Hose geht und dann stehe ich da und habe ihnen vorher die Welt erklären wollen. Deshalb meiner Meinung nach sollte man Wenn man ältere Personen in der Kolonne hat, versuchen diese einzubinden, wenn diese schon über Berufserfahrung verfügen. Also das merkt man ja relativ schnell, ob jemand in Anführungszeichen Ahnung von seiner Arbeit hat oder ob er... in Anführungszeichen, ohne das Böse zu meinen, einfach nur 40 Jahre lang ein Schippenmenschen war. Die brauchen wir auch, Gottes Willen. Aber
Claas12:16Ja.
Léon Heß12:17wenn die Erfahrung da ist, dann sollte man auf jeden Fall als junge Führungskraft darauf zurückgreifen und die mit einbinden, weil man kann eigentlich nur von denen lernen.
Claas12:27auf alle Fälle, das sagst du vollkommen richtig, die haben ihre Erfahrungen im Straßenbau jetzt auch schon gemacht und haben wertvolle Tipps. Da gebe ich dir vollkommen recht. Was ich ja noch interessant finde, dort angesprochen, habt einen sehr jungen Stamm an Mitarbeitern, das spricht ja auch für euer Unternehmen, also ist ja auch ganz cool. Man hört ja auch immer Nachwuchs zu bekommen, ob es Azubis sind, aber später dann auch welche, die natürlich weiterarbeiten wollen. Viele gehen in Rente, ich kann es auch aus meinem alten Unternehmen. Man hat ja im Gefühl, ist mehr Abfluss als neuer Zufluss an Mitarbeitern.
Léon Heß12:59Ja.
Claas13:01Und das spricht natürlich dann auch für euer Unternehmen. Ich habe mich jetzt noch nicht mehr mit diesem Unternehmen befasst, aber das klingt ja natürlich sehr gut.
Léon Heß13:08Ja, das stimmt, das merkt man auch, dass viele, wie du schon sagst, Abfluss besteht und viele so, ich sag mal, Anfang der 60 sind und das auch körperlich in Anführungszeichen schon sich irgendwo bemerkbar macht und du die nicht mehr zu 100 Prozent einsetzen kannst, aber man braucht sie halt noch, weil der Nachwuchs ist halt schleppend. hat aber auch leider damit zu tun, dass das Handwerk immer noch, was ich nicht verstehen kann, so einen etwas schlechten Ruf genießt. wie man immer sagt oder wie es dann immer heißt, wenn du der Schule nicht aufpasst, dann wirst du halt irgendwann Bauarbeiter. Meiner Meinung nach ist das aber gar nicht schlimm, weil die brauchen wir viel mehr als in Anführungszeichen den 50. Wissenschaftler oder den 30. Ich weiß es nicht, irgendein Diplom-Ingenieur, Gottes Willen, die brauchen wir auch. Aber wir
Claas14:05Hmm.
Léon Heß14:05brauchen auch die, in Anführungszeichen, einfachen Leute, die das Handwerk beherrschen und das, was die, in Anführungszeichen, schlauen Köpfe über uns entscheiden, auch ausführen können.
Claas14:17Auf alle Fälle, das sind vollkommen recht.
Moritz14:18Ja absolut. Du hast gerade gesagt, du arbeitest in einem Betrieb, wo einiges richtig läuft. Was würdest du denn anderen Betrieben raten? Oder was müssen die ändern, damit junge Leute auch interessiert sind am Straßenbau und nicht nach zwei Jahren wieder weg sind?
Léon Heß14:34Was ich ganz wichtig finde, erstmal der Punkt Gewinnung von Nachwuchs ist, ist ja so blöd wie es sich anhört, aber mittlerweile man sollte eigentlich schon versuchen ein wenig auf Social Media oder ja doch auf Social Media im Internet aktiv zu sein, ein wenig sein Firma oder seinen Laden ein bisschen repräsentieren und auch den jungen Leuten schmackhaft machen, weil was auch ganz wichtig ist, die jungen Leute bei der Stange zu halten, ist denke ich, dass man denen zeigt, wie toll der Beruf ist und nicht sie einfach nur nach Azubis sucht, die dann zu haben, damit man Azubis hat und lässt die dann in Anführungszeichen da zwei bis drei Jahre versauern. Dann sind sie fertig und haben schon nach ihrer Ausbildungszeit, in Anführungszeichen, gar keine Lust mehr, den Beruf großartig weiterzumachen und machen es dann vielleicht noch ein, zwei Jahre und sind danach weg. Man sollte die schon versuchen, bei der Stange zu halten. Ob es jetzt ist mit tollen Firmenfesten oder sonstigen Sachen, die eine Firma machen kann. Ja. Also im Großen und Ganzen sollte man auf jeden Fall mehr auf die Jugend eingehen, was natürlich auch schwierig ist, weil die Jugend heutzutage anders ist, als das vielleicht vor 10, 15 Jahren war. Aber man muss sie irgendwie anfassen und gucken, dass sie Interesse an dem Bau bekommen, weil er ist so vielseitig. ist jetzt immer egal davon abgesehen, ob Straßenbau oder irgendein anderes Handwerk. Hab ich ja auch hier, wie ihr schon gesagt habt, durch Mister Handwerk ganz viele andere Leute jetzt kennengelernt, andere Gewerke vor allem. Und es ist ja so vielseitig und man kann ja so viele Sachen machen. Und meiner Meinung nach, das ist das, was mir so an dem Handwerk gefällt. Du fährst morgens auf die Baustelle, fängst was an. Und am Ende des Tages siehst du, was du in Anführungszeichen mit deinen eigenen Händen geschaffen hast und weißt, du hast was gemacht. Es gibt ja viele Berufe. das wäre für mich in Anführung für mich wäre das nichts, wenn ich ins Büro fahre, dann böse Zunge, sag ich mal, Akten von links nach rechts schubse, irgendwas kalkuliere oder berechne oder durchgehe, Angebote schreibe und dann fahre ich heim und dann würde ich mich fragen, okay gut was hast du jetzt heute eigentlich so richtig gemacht? Ich bin dann eher so der Typ der was erschaffen will und am Ende des Tages hat man dann auch mehr oder weniger ein Resultat vor den Augen und ich denke, da gibt es einige, denen man das vielleicht ein bisschen näher bringen könnte, die das dann vielleicht auch interessiert. Aber ganz viele haben halt dadurch, dass das Handwerk so einen schlechten Ruf hat, vielleicht auch gar nicht den Gedanken da dran mal verschwendet, Handwerk eine Ausbildung zu machen. Meine Wenigkeit auch nicht, ehrlich zu sein. Ich habe auch nie darüber nachgedacht, im Handwerk eine Ausbildung zu machen. Weil es ja so ist, dass du heutzutage musst du deine Abitur machen, dann musst du studieren gehen und dann gehst du arbeiten, weil alles andere ist ja nichts wert, in Anführungszeichen.
Claas17:59Mhm. Ja, also ...
Moritz17:59Ich glaube, und Claas haben das auch schon hier und da gehört in unserer Jugend. Und Léon, wie bist du denn reingerutscht in den Straßenbau?
Claas18:04Ja und auf weiter...
Léon Heß18:08Also ich habe auch mein Abitur gemacht und dann, weil es ja hieß, du musst Abitur machen, dann habe ich mein Abitur gemacht und dann war ich der Meinung, ich müsste studieren gehen. Von der Schule her hat es mir Biologie sehr viel Spaß gemacht und dann dachte ich, komm, such sie irgendwas in die Richtung Biologie und dann bin ich bei der Pharmatechnik gelandet. Hab das auch angefangen. zwei Semester lang gemacht und dann gemerkt ist so gar nicht das was dich interessiert oder ist komplett, also war komplett anders als ich es mir vorgestellt habe und ich bin schon seit meinem 14. oder 15. Lebensjahr bin ich immer mit meiner Verwandtschaft in den Herbstferien, Osterferien, Sommerferien immer mal so ein, zwei Wochen auf Ferienjobbasis auf den Bau mitgegangen, hab dort geholfen. Und da hatte ich dann immer... Da hab ich gesehen, dass man gutes Geld verdienen kann auf jeden Fall schon. Allein schon als Ferienjobber. Und dass es mir halt einfach Spaß macht, was mit den Händen zu machen, sag ich mal ganz plump. Und dann hatte ich mich exmatrikuliert. Und dann stand ich erstmal da so... Was machst du denn jetzt? Und dann kam mein Vater und hat gesagt, du kannst jetzt nicht nix machen. Dann gehst du vorübergehend... mit einem Kollegen von ihm. Der hat in einer kleinen Baufirma gearbeitet. Hat er gesagt, du gehst vorübergehend mit ihm mit. Du hast ja keine zwei linken Hände, macht dir Spaß. Dann gehst du solange da in Anführungszeichen als Hilfsarbeiter mit, bis du weißt, was du willst. Dann habe ich das gemacht. Und irgendwann kam dann der Chef von der Firma auf mich zu und hat gesagt, hier Léon, pass mal auf. Du hast ja keine zwei linken Hände. Du bist nicht auf den Kopf gefallen. Warum machst du keine Ausbildung im Handwerk? Und das war der erste Moment, wo ich überhaupt mal darüber nachgedacht habe. Und dann hatte ich mich mit der Handwerkskammer in Verbindung gesetzt und mich ein bisschen informiert, wie das dann abläuft, wenn ich eine Ausbildung machen würde. Durch das Abitur kann man die auch verkürzen. Und dann hätte ich fast Maurer gelernt. Allerdings wäre das in dem Betrieb dann eine kleine Endstation gewesen, weil das war ein Dreimannbetrieb. Vater, Sohn und ein Angestellter und dann wäre ich der Azubi geworden. mir war schon immer klar, ab dem Zeitpunkt, wo ich mich darüber informiert hatte, hatte ich direkt gesagt, wenn ich die Ausbildung mache, dann will ich auch danach in Anführungszeichen den Meister dranhängen, weil bei der Ausbildung soll es nicht bleiben, weil der Opa hat immer gesagt, was du an Papier hast, hast du, deshalb versuchst du viel zu machen, wie geht, das kann dir niemand mehr abholen. Und da hatte ich mich dann informiert mit betrieben und dann kam halt der aus der Verwandtschaft nochmal auf mich zu, mit dem ich immer mitgegangen bin in den Schulferien und er ist auch im Straßenbau tätig. hat er gesagt komm in Straßenbau das ist in Anführungszeichen bisschen zukunftssicherer als der Hochbau als Maurer und kannst ja hier in die Firma kommen wo ich bin und dann hatte ich mich Wie gesagt, dort beworben und hatte mich bei einer größeren Firma beworben. Die ist aber ein bisschen weiter weg gewesen. Da hatte ich dann auch relativ schnell eine Absage. Da hätte ich zu einem Standort fahren müssen, der nochmal 50 Kilometer weiter weg ist. Und da habe ich gesagt, nee. Und dann hatte ich mich bei der Firma Juchem beworben und das hat von der ersten Sekunde her alles gut funktioniert. also ich hatte ein gutes Gefühl. Dann habe ich meine Ausbildung gemacht, hatte das erste Lehrjahr wegfallen lassen durchs Abitur. und aufgrund der guten Noten hatte ich das letzte halbe Jahr dann nochmal wegfallen lassen, hatte dann nach anderthalb Jahren meine Abschlussprüfung gemacht und mich gleich nach Abschluss der Gesellenprüfung auch bei der Handwerkskammer Koblenz direkt angemeldet für den Meister. Den hatte ich dann von März 2023 bis Juli 2025 war ich dann fertig mit dem Meister. Und jetzt arbeite ich immer noch bei der Firma Juchem und bin im Moment dabei an der Hochschule in Braunschweig das Asphalttechnikstudium als weiterbildendes Studium noch zu machen, damit ich noch ein bisschen den Asphaltbau ein bisschen vertiefen kann, weil es mir ja so Spaß macht.
Claas22:33Das Studium hatte ich mir auch mal angeguckt, hat mich auch interessiert. Moritz und ich sind dann jetzt, haben wir der Firma so gestartet. Dadurch ist es dann erstmal liegen geblieben. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das ein sehr interessantes Studium ist. Und ich habe auch schon ein paar kennengelernt, die da studiert haben. Die sagen auch alle, das soll ganz gut sein.
Léon Heß22:49Ja, also es ist vor allem sehr viel, nur es kurz anzuschneiden. Es geht weniger den Einbau an für sich. Es geht mehr die Qualitätssicherung und die ganzen Regelwerke, die dahinter stecken und wie diese einzuhalten sind und halt auch den Baustoff extrem viel im Hinblick auf das Labor und wie Bitumen funktioniert und was es an Bitumen und Gestein alles gibt und also mehr so der Baustoff und die Qualitätssicherung. Aber ich kann es empfehlen. Also es macht schon Spaß. Und die Dozenten in Braunschweig, also ich kann, die sind schon cool drauf und war auch interessant.
Moritz23:28Léon, du hattest es gerade erzählt, du hattest dein Studium dann abgebrochen, das war sicher keine einfache Entscheidung, vor allem wenn dein Opa auch gesagt hat, dass man vielleicht die Papiere sammeln soll. Aber ich habe gesehen, über dich stand auch ein Artikel in der Zeitung und da ging es darum, dass man im Straßenbau nicht schlecht verdient. und du sogar mehr verdienst als deine Freunde, studiert haben. Wie war da so das Feedback oder die Resonanz aus dem Bekannten- und Freundeskreis?
Léon Heß23:52Also ehrlich zu sein haben die das gar nicht so wirklich mitbekommen diesen Artikel der Artikel war
Moritz23:57Okay.
Léon Heß23:57auch im nachhinein Ich habe ihn vorher quasi quer gelesen und habe die ich sag mal die Fertigung die dann veröffentlicht werden sollt hatte ich bekommen nur die Überschrift die hast du ja bestimmt auch gelesen Die habe ich nicht gewählt die hätte ich auch nicht so gewählt.
Moritz24:15Bisschen reißerisch, ja?
Léon Heß24:17Ja und da gab es dann Online, sag ich mal, wurde ich da ja quasi in der Luft zerrissen. Verständlicherweise, weil sowas würde ich niemals von mir geben, aber im Bekanntenkreis hat das ehrlicherweise, außer jetzt so die die Ängsten, hat das fast niemand mitbekommen und die, die am studieren sind aus meinem Bekanntenkreis, die hat das wenig bis gar nicht interessiert. Wobei noch zwei, drei immer
Moritz24:43okay.
Léon Heß24:43noch am studieren sind, sagen wir es mal so.
Moritz24:46Die kennt man ja.
Léon Heß24:47Ja.
Moritz24:48hat sich danach niemand beworben bei euch.
Léon Heß24:50Wie meinste?
Moritz24:52Ja, von deinen Freunden, dass sie Studium abrechnen und jetzt auch bei euch anfangen.
Léon Heß24:55Achso, nee, nee, der eine macht sogar Bauingenieur, aber jetzt irgendwie hat er schon dreimal auch die Uni gewechselt und nee, der hat dann keinen... ich hab ihn schon ein paar Mal versucht bei uns in die Firma zu holen und hab ihm auch gesagt, wenn er mit seinem Studium fertig ist und er weiß in welche Fachrichtung er gehen will, ob Hoch- oder Tiefbau, hab ich ihm auch gesagt, ganz ehrlich, ich würde ihm empfehlen vielleicht sogar die... gekürzte Ausbildung noch hinten dran zu hängen, weil er dann viel mehr oder viel besser seine Bauleitertätigkeit ausüben kann, wie wenn er jetzt direkt aus der Schule kommt. Da hätte er auf jeden Fall einen großen Vorteil und er hat gesagt, wenn er dann mal mit seinem Master irgendwann fertig ist, überlegt er es sich vielleicht das sogar zu machen.
Claas25:46ist, glaube ich, guter Rat. ich habe leider vorher keine Ausbildung gemacht, habe auch nach dem Abitur direkt in einer Tischlerei gearbeitet für viele Monate, bis ich dann mein Studium begonnen habe. Hab dann auch immer in der Praxiszeit bzw. in den Semesterferien auch immer Praktika gemacht. Auch, sage ich mal, auf der Baustelle an sich habe ich mitgeholfen, mitgearbeitet, weil ich es auch gerne kennenlernen wollte. Aber schadet auf alle Fälle nicht, weil das ist das, was du vorhin angesprochen hast, wenn man dann dahin kommt als studierter und dann was sagen möchte, dann sagen die auch, der hat es noch nie gemacht. Und meine alte Firma, mein Kollege, der hat
Léon Heß26:22Ja.
Claas26:22auch Ausbildung zum Straßenbauer gemacht, dann das Studium dran gegangen. Und ich glaube, man hat ein besseres Standing.
Léon Heß26:29Ja, ja, das ist es. Das ist es. Das Standing
Moritz26:29Ja, das kann ich mir gut vorstellen.
Léon Heß26:32ist es vor allem. Dann kommt man nicht so als der Studierte rüber, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, sondern man hat ja dann schon mal, auch wenn es auch nur in der Ausbildung ist, was mit dem Gewerk zu tun gehabt und weiß so in etwa, von was man da in der Theorie spricht.
Claas26:54Witzigerweise waren meine ersten Arbeitstage bei meiner früheren Firma so, dass ich da als Werkstudent tätig war und der Asphalt-Bauleiter war nicht mehr da. Und dann hat mein Chef mir gesagt, ja, Claas, willst du das jetzt nicht erstmal führen? Und ich habe gesagt, ja, gut, mache ich. Neue Aufgabe finde ich ja gut. Ich hatte auch bisschen den Drang danach, was eigenverantwortlich zu machen. Und bei meiner früheren Firma hatte ich wirklich viel Freiheit. Bloß ich wusste nicht, was Anspritzarbeiten sind. Ich wusste nicht, dass eine gefräste Fläche vorher dann auch gesäubert werden muss, ob jetzt mit einer Hochdruckreinigung oder wie auch immer. Also mir haben wirklich alle Basics gefehlt. Ich wusste nicht, was eine Fuge ist, was eine Naht ist. Da war ich wirklich blauäugig, habe mich da reingestürzt und das hat mich dann die Kolonne auch spüren lassen, weil das fanden die natürlich nicht so witzig. Und dann haben die mich auch das eine oder andere Mal stehen lassen. Der Heißasphalt war zu Ende gegangen und der Auftraggeber ruft mich an, sagt, wo sind deine Jungs? Ich sag, die müssten, ich sag mal jetzt hier in Aurich bei uns in der Umgebung sein. Dann habe ich den Polier angerufen und die waren eben nicht mehr da. Der hat mir gesagt, das ja kein Heißasphalt mehr da. Und ich hätte ja wahrscheinlich noch mal mit dem Asphaltmischwerk reden können. Aber das waren meine Anfänge dann. Dann habe ich mal Kuchen mitgebracht und dann haben wir uns alle zusammengesetzt. Dann habe ich es mir nochmal erklären lassen und dann ging es auch bergauf, sage ich mal so. Jeder Anfang ist schwer.
Léon Heß28:14war das Eis gebrochen.
Claas28:16Genau.
Moritz28:17Also du musst das Praktikum dann nicht mehr machen, Claas. Du kennst dich schon aus.
Claas28:21Ja, mittlerweile schon. Eine Ausbildung würde nie schaden und ich kann es auch vielen jungen Leuten raten, weil es wird viel experimentiert. Das sind dann auch Jahre, weggehen. Eine Ausbildung, wie du es auch sagst, ist für alle super oder man findet sich ja sogar richtig da drin. Ich muss mir sagen, das Handwerk hat mir auch mal sehr viel Spaß gemacht, ob es jetzt bei der Tischlerei war oder ob auch so im Straßbau mitzuarbeiten. Ich meine, es ist ja eindrucksvoll mit den großen Maschinen und von daher Es viele Leute geben, wie du auch gesagt hast, meinen, die müssen jetzt studieren, Abitur machen. Aber ich glaube, für viele kann es ein interessanter Weg sein. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass der Übergang da ist. Du sagst ja auch, die Firmen haben immer mehr mediale Präsenz, auch auf Instagram oder ähnliches. Und Moritz und ich haben uns auch mal gefragt, warum das so ist. Weil darüber kriegt man jetzt, sage ich mal, nicht pauschal mehr Aufträge, höchstens im privaten Bereich, sage ich mal, für Firmen oder
Léon Heß29:16Ja.
Claas29:17sogar Privatleute.
Léon Heß29:18Ja.
Claas29:19Aber die öffentlichen Auftraggeber verteilen ja keine Aufträge, weil coole Instagram-Videos da sind. Das ist ja wirklich eher dann zum Mitarbeitern.
Léon Heß29:24Ne, Genau, ja.
Moritz29:28Ja, das würde mich auch interessieren Léon, gerade ist das der perfekte Übergang. Denkst du, dass dein Kanal, dein Social Media Auftritt auch Leute in die Branche holt?
Léon Heß29:37Ich hoffe es, weil ich mache es nur deshalb. Also ich mache das jetzt nicht, weil ich irgendwie in Anführungszeichen fame geil bin oder jetzt hier ein Influencer werden will. Ich habe das schon mehr oder weniger vor, ich glaube zwei Jahren angefangen, weil ich wirklich die Leute mitholen wollte auf die Baustelle, denen zu zeigen, wieso... der Alltag oder das Gewerk Straßenbau für sich ist, damit halt die Leute, die den ganzen Tag nur so machen oder nicht die Leute, die junge Generation, dass sie vielleicht dann merkt, guck mal, das sieht ja aus, als hätten wir da richtig Spaß und dann halt eine junge Truppe und guck mal, da kann man die Maschine fahren oder die Maschine fahren und guck mal, jetzt sind die da mit drei Maschinen am einbauen und das sieht ja cool aus. Vielleicht mache ich mal statt TikTok den Google Chrome Browser auf und gucke mal nach, was es damit auf sich hat. Allein wenn nur das passiert, da bin ich schon froh, dass es sich, wenn es nur eine Minute ist, sich damit auseinandersetzen, was das ist und Straßenbau googeln und vielleicht dann irgendwie Ist ja egal, ob es jetzt bei unserer Firma ist oder bei irgendeiner anderen Firma, dass sie allein nur dann irgendwo landen mit einer Ausbildungsseite oder wo halt Stellenangebote sind, dass sie sich vielleicht dort für Initiativbewerbungen oder Praktikum irgendwie bewerben und sich das mal angucken. Dann bin ich schon zufrieden, weil darum geht es mir. Hauptsache die jungen Leute oder was heißt die jungen auch vielleicht auch jemand der sage ich jetzt mal Anfang 30 ist und in seinem Job unzufrieden ist, der kann ja auch noch eine Ausbildung machen und durch die Videos dann vielleicht dort Richtung Handwerk geleitet werden. Das ist so das, was ich mir von dem Ganzen erhoffe.
Moritz31:31ne tolle Was mich auch interessieren würde, wie war die Reaktion von deinen Arbeitskollegen, wenn du sagst, du vor zwei Jahren das erste Mal dann einfach das Handy rausgeholt und angefangen zu filmen oder wie war das?
Léon Heß31:43Also als allererstes habe ich es mit der Geschäftsführung und meinem Bauleiter und so natürlich abgeklärt, aber ich habe gesagt, guck mal, ich habe das Handy. Also als Polier ist das ja wie in einem Callcenter. Das Telefon klingelt gefühlt 40-50 mal am Tag, weil die Mischanlage dich anruft, die LKWs, die Disposition, dann irgendjemand von den Mitarbeitern, weil er wissen will, ob der Stemmhammer jetzt links oder rechts liegt. Und dann dachte ich so, gut, du hast Handy ganz tag in der Hand, dann kannst du eigentlich auch, wenn du das darfst... grad mal für 5 Sekunden den Schwenker hier mitfilmen oder machst mal gerade eine Nahaufnahme da, weil als Polier ist es ja so, du kannst, wenn du willst noch selbst mitarbeiten, was ich bevorzuge, weil, so hat mein Meister mir gesagt, wenn du selbst mitarbeitest, kannst du auch schauen, dass die Qualität stimmt. Wenn du nur noch in Anführungszeichen eben dranstehst und die anderen arbeiten lässt, dann kriegst du nicht wirklich mit, ob die Qualität jetzt so ist, wie sie sein soll, weil du Du bist dann eher so außenstehend und schaust dir das von außen an. Natürlich gibt es Maßnahmen, da ist der Polieren nur dafür da, zu gucken, dass die Tonnage stimmt, dass die Disposition der LKWs stimmt, dass dann die Maschinen, wenn es mehrere sind, dass die alle das machen, was sie machen sollen. Dann hast du keine Zeit selbst mitzuarbeiten. Aber ich bin halt jemand, ich... Wenn es sich anbietet, wie jetzt diese Woche bei diesem Pferdehof, wo es Anführungszeichen ein bisschen weniger Stress ist, weil es mehr Gezwickel ist und mehr Handarbeit, dann kann man auch mal mitarbeiten und dann dachte ich, gut, dann kannst du eigentlich auch das Handy in die Hand holen und filmst halt überall mal 3, 4 Sekunden, 10 Sekunden mit oder stellst mal ein Stativ auf und machst einfach einen Zeitraffer, wie sich die Brücke von A nach B baut. Dafür muss ich ja nichts tun und dann... kam es halt so, dass ich gesagt habe, gut und jetzt machst du halt noch einen Voice-Over, erklärst den Leuten was sie überhaupt da sehen, weil am Anfang hatte ich die Videos so gemacht, da hatte ich einfach nur Musik und zusammengeschnitten, hat dann irgendwie so niemanden interessiert und als ich dann mal erklärt habe, was die Leute dort überhaupt sehen... dann hat es auch in Anführungszeichen bisschen mehr die Leute interessiert und auch mehr Interaktionen in den Kommentaren vor allem. Was ist das? cool, wir haben das und das gebaut oder wir benutzen die Maschine. Warum benutzt ihr das? Und also da war dann schon ein bisschen Feedback auch.
Claas34:10Ja, cool. Du hast schon gerade gesagt, Telefonate am Tag. Das kenne ich auch noch aus meinem beruflichen Alltag. Vielleicht magst uns ja auch mal so bisschen erzählen, wie dein Alltag startet. Ihr müsst ja beispielsweise früh aus dem Bett. Hast natürlich viel Organisatorisches. Telefonisch hast du schon angesprochen, auch der Papierkram. Und da würde uns auch einfach mal interessieren, wie so ein Alltag dann vom Polier aussieht. Und natürlich übergreifen auch zu uns, ob du beispielsweise auch im Einkauf mit involviert bist. Ihr habt ja auch verschiedenste Verbrauchsmaterialien, die man auf der Baustelle mit verwenden muss. Vielleicht magst uns ein bisschen was zu erzählen.
Léon Heß34:45Also ganz einfach gesagt kommt es darauf an wo wir arbeiten, wie weit das von mir natürlich weg ist, aber so im Durchschnitt sind es mal 20 bis 45 Minuten Fahrzeit. Kommt auch mal drauf an, dann ist es vielleicht auch mal eine Stunde Fahrzeit, aber meistens in den Sommermonaten gucken wir, dass wir spätestens 6 Uhr auf der Baustelle sind. und dass dann so gegen halb sieben viertel vor sieben der erste LKW schon da ist, weil allein Bei den heißen Temperaturen bist du froh je schneller alles drin ist desto besser ist das vor allem auch was die Walzübergänge angeht und das Walzen des Walzasphaltes weil die Hitze von oben macht es nicht gerade leichter. Und ja dann kommen wir halt auf die Baustelle. Dann kriegen die Jungs ein bisschen gesagt hier was zu machen haben aber das ist mittlerweile auch so dass jeder weiß der Walzenfahrer kümmert sich darum dass die Walzen fertig gemacht werden. Die Bohlenmänner gucken dass die Bohle vorbereitet ist und dann halt ein bisschen das Handwerkzeug dazu. den fertiger bestücken und dann wird quasi die Bohle schon bereitgestellt, aufgeheizt und dann warten wir auf die ersten LKWs. Je nachdem was halt gebaut wird, ob es jetzt Tragschicht, Binder oder Decke ist, warten wir dann auf ein paar mehr LKWs oder sobald der erste LKW da ist, dran und hoch und gib ihm. Ja und dann ist es halt so, dass ich tagsüber dann quasi immer den Folgetag schon mit der Disposition abklären muss. Dann wird meistens so gegen neun bis elf Uhr klingelt dann so das Handy, dann ruft die Dispo an, dann wird im Groben darüber gesprochen, was am nächsten Tag ansteht, also was ich benötige an LKWs und wie viel Uhr und welche Maschinen. Mittlerweile ist das so, dass die Bauleitung bei uns das schon grob vorplant. Wir kriegen dann davon Überblick und dann weißt du, ok du bist jetzt, ich sag jetzt mal in Saarbrücken und du hast 400 Tonnen Tragschicht, dann weißt du die Mischanlage ist 40 Minuten entfernt, dann kannst du sagen, gut du brauchst im Umlauf 8 LKWs, weil die so und so viel Abstand haben und umlauf bis der erste wieder da ist und dann klärst du das halt mit der Dispo ab, wann der erste Lkw auf der Baustelle sein muss, weil dann die im Umkehrschluss das ja natürlich mit der Mischanlage abklären, wann der erste Lkw laden muss, dass der 6 uhr 30 zum Beispiel bei mir auf der Baustelle ist. Wenn das dann alles geklärt ist, dann ist so die Dispo für die Baustelle für den nächsten Tag eigentlich erledigt und wenn ich jetzt zum Beispiel einen neuen Besen oder Schaufel oder Trennmittel oder eine Spritze für das Trennmittel brauche, dann rufe ich unseren Lagerist(en) an und der stellt uns das dann in der Firma in unsere Kolonnenfächer und da stellt er das dann rein und dann kann man das quasi entweder abends oder am nächsten Morgen auf dem Weg zur Baustelle holt man es gerade ganz unkompliziert und ist weg. muss man nämlich morgens oder abends noch, weil der Lagerist der arbeitet ja auch nicht den ganzen Tag, der ist ja morgens früh bis irgendwann in dem Mittag da und abends ist er dann nicht mehr da und dann stellt er uns das rein, dann kann man das einfach holen und muss nicht morgens mit zehn anderen Kolonnen vorm Lager stehen und sagen, ich brauche jetzt noch drei Besen, eine neue Schaufel, Trennmittel und noch ein bisschen Farbdose für irgendwas anzusprühen. Dann ist das ganz kompliziert. Schrank auf, Sachen raus, Schrank zu und ab auf die Baustelle.
Moritz38:25hast jetzt von deinem Arbeitsalltag gesprochen. Wir wissen, du machst nebenbei ja auch noch Social Media. Da geht sich ja auch die eine oder andere Stunde am Tag oder generell
Léon Heß38:35Ja.
Moritz38:35für drauf. Ich habe gesehen, du machst nebenbei auch noch bisschen Vermietung oder so. Dein eigenes Ding. Ist das richtig?
Léon Heß38:42Ja, ich. Ich habe es versucht, sagen wir es mal so. Aber wie du schon sagst, der Zeitaspekt ist halt im Straßenbau, sind in Anführungszeichen lange Tage. du bist morgens früh los und dann kommst du schon eigentlich, wenn alles planmäßig läuft und die Anlage nicht kaputt geht oder die Maschine nicht kaputt geht, kommst du eigentlich auch bei Zeiten nach Hause, sagen wir so 16, 17 Uhr, manchmal auch 18 Uhr. Wenn du dann noch irgendwas an Papierkram hast, du für den nächsten Tag vielleicht vorbereiten musst, die Tonnage ausrechnen und das noch mit der Mischanlage abstimmen und dann schreibst du noch die Stunden und noch einen Bautagesbericht und da geht dann auch mal ganz schnell eine Stunde flöten. Dann wird geduscht, Essen wäre auch nicht schlecht. und dann ist halt auch ganz oft schnell immer 20, 21 Uhr und dann musst du auch ganz schnell wieder an dem Kissen liegen, weil vier oder fünf Uhr klingelt dann halt auch wieder der Wecker und dann musst du wieder los. Und da hatte ich dann eigentlich eher weniger Zeit, weil samstags hatte ich das dann primär gemacht, dass ich da dann versucht habe, so ein bisschen nebenbei noch zu arbeiten mit einem eigenen Unternehmen, also als Nebengewerbe. Und da hat das nicht so wirklich funktioniert, weil wenn du die ganze Woche von Montags bis Freitags da jeden Tag 100 % gibst und dann bist du auch mal froh, wenn du Anführungszeichen samstags frei hast oder wenn du so bescheuert bist und dir ein Häuschen kaufst, dann hast du halt da auch genug zu tun.
Claas40:22Das glaube ich.
Moritz40:22Was glaube ich denn? Also hast du es sein gelassen mit der Vermietung? Was hast du denn genau vermietet?
Léon Heß40:27Ja, Ich habe hier so bisschen, hauptsächlich hatte ich gedacht, dass ich hier so Gartenlandschaftsbau-mäßig bisschen was mache und hatte so paar Rasenmäher, Rasentrimmer und auch mit einem Kollegen zusammen, der ist nicht mir, aber der Kollege vermietet halt einen Bagger und da hatten wir dann auch geguckt, dass entweder der Bagger und oder mich als Baggerfahrer mit dem Bagger, aber ist halt alles, dann kommt ein Auftrag rein und dann kriegen die Kunden schon gesagt, gut geht, aber nur samstags ist die meisten schon nicht schon recht, weil die meisten fragen dann an und hätten es genau am nächsten Tag am liebsten gemacht und das ist dann so ein bisschen schwierig und dann habe ich gesagt, komm... Lassen wir lieber bleiben, die Chefin zu Hause ist nämlich auch Steuerfachangestellte und mit dem Nebengewerb und Steuer und allem hat auch nur in Anführungszeichen mehr Papieraufwand gebracht und als die ganze Sache wert war und hat sie gesagt lass es sein du hast keine Zeit dafür, habe ich drauf gehört und jetzt kümmere ich mich sage ich mal zu 100 Prozent meinen Hauptjob, den ich auch sehr gerne mache. Und das mit dem nebenbei, das habe ich dann mal lieber sein lassen. Vielleicht irgendwann mal nochmal, wenn nicht der langfristige Plan ist es ja auch, ich sag mal mit Mitte Ende 30 vielleicht ins Büro zu kommen, in die Bauleitung mit viel Berufserfahrung. Und vielleicht bietet sich dann ja nochmal an, dass wenn man dann in Anführungszeichen geregelte Arbeitszeiten hat, dann nochmal nebenbei ein bisschen was mit den Händen zu machen.
Claas42:11Das wäre natürlich optimal für dich. Dann hast du noch immer den Praxisteil, sag ich mal, am Wochenende.
Léon Heß42:15Ja.
Claas42:16Und in der Theorie wirst du ja dann super gut aufgestellt sein. Also das kann ich mir sehr gut vorstellen. Das auch ein sehr fitten Eindruck. Wir haben auch immer so eine Rubrik noch. Das ist so eine steile These. Ich versuche es jetzt mal, steile These zu verpacken. Und zwar geht es das Thema Temperatur abgesenkte Asphalt.
Léon Heß42:33Ja.
Claas42:33Ab dem 1.1.2027 ist man ja verpflichtet dazu, dann den auch... einzubauen. Es geht ja dann auch den Arbeitsplatz Grenzwert, dass die Aerosole und Dämpfer auf 1,5 Milligramm je Kubikmeter begrenzt sind. Jetzt sind wir natürlich auch auf vielen DAV-Veranstaltungen unterwegs, aber reden natürlich auch mit vielen Kunden, Bauleitern, aber natürlich auch mit Leuten von der Baustelle. Und da wäre ich mal gespannt, ob du schon erste Erfahrungen damit machen konntest und was deine Einstellung ist. Das wird mich mal sehr interessieren.
Léon Heß43:04Erfahrung auf jeden Fall, da unsere Mischanlagen das eigentlich schon seit diesem Bau ja mehr oder weniger, wir haben ja eigene Mischanlagen, wo wir dann hauptsächlich das Material herbeziehen und die haben das jetzt eigentlich schon auf den neuen Standard runtergesetzt, sag ich mal. Also wir bekommen eigentlich schon größtenteils nur noch den Temperatur abgesenkten Asphalt und es kommt drauf an, welches Material man baut. Wenn du jetzt hier so ein Mastix oder irgendwas mit PMB drin hast oder mit Schaumbitumen so irgendwie so ein Mischmasch, dann ist das relativ schwierig. Ich sag mal jetzt bei den heißen Temperaturen geht's noch. Dann hast du noch einen größeren Zeitraum, wenn Handarbeit anstehen sollte, wo du das Material verarbeiten kannst. Aber jetzt, es dann ich sag mal so März, April und dann jetzt hier Oktober, November. bisschen kalt ist, dann ist das wirklich ab dem Moment wo die Plane aufgeht am LKW und der kippt bis das in den Fertiger gefallen ist und hinten hinter der Bohle rauskommt. Wenn du dann noch zwei drei Schaufeln wegholst irgendeine Ecke anzugleichen oder sonst irgendwas, dann hast du gefühlt gar keine Zeit mehr dafür. Da bringt es auch nichts mehr mit einem Brenner oder Gasflasche irgendwie zu versuchen das Ganze nochmal geschmeidig zu machen. Das Material ist dann einfach so steif. beste Beispiel hatten wir uns heute nochmal drüber unterhalten. Du hast eine Ecke, schmeißt dir ja wenn du mit der Bohle vorbei fährst, kannst du ja vorne an der Bohle schmeißt du dann ein bisschen Material raus, dass wenn du vorbei fährst, dass dann grad noch angleicht. Anfang des Jahres hatten wir, was war es, ich glaube es war mit Schaumbitumen, hatten wir was gebaut. Da bist du gefahren, hast rausgeschmissen und dann zwei Meter später, was ja nicht ewig dauert, konntest du nichts mehr mit diesem Mischgut anfangen, weil es dann einfach schon kalt war und bis die Walze dann drauf kam, war es eigentlich schon vorbei. Dann konntest du, hattest du so Nester, offenporig. Du hast es nicht mehr zugekommen. Und das wird jetzt, ich denke, Richtung Winter hin noch mal sehr spannend. Und auch nächstes Jahr dann, weil darum ging es auch in dem Asphaltechnikstudium. gibt es irgendwie eine neue Formel an der man anhand der man das berechnen kann wie viele Walzen du in Zukunft für deine Maßnahme benötigst bei welcher Liefertemperatur weil das war dann so ein Beispiel wenn das mit in Anführungszeichen 155 Grad ankommt bis das dann hinten gebaut ist hat das dann nur noch 130 Grad und dann muss eigentlich schon die Walze gefühlt hinter der Bohle bündig fahren damit die noch irgendeine Verdichtung da rein bekommt weil Wenn die Walze dann noch 20-30 Meter hinten dran ist, bis die dann wieder vorne ist, könnte das Material schon so erstarrt sein, vor allem wenn Wachse drin sind, dann fährst du dir die neu eingebaute Decke direkt kaputt. Wenn du dann anfängst
Claas46:03Hmm?
Léon Heß46:04zu verdichten, hast du so eine hohe Kornzertrümmerung oder machst halt einfach die Decke kaputt, weil es sich nicht mehr verdichten lässt. Deshalb da bin ich
Claas46:12Ja.
Léon Heß46:13mal gespannt. Und dann waren halt so Rechnereien, dass wenn du dann dieses 150 Grad kalt kalte warme Material einbaust, dann musst du gefühlt mit drei Walzen arbeiten. Und was noch spannender wird, denke ich nächstes Jahr, ist, wenn du eine OD baust mit vielen Schieber und Schächten und Straßeneinläufen, dann brauchst du gefühlt eine Kolonne, die nur mit dem fertigen vorfährt. und eine Kolonne, hinten dran ist und sich nur die ganzen Einbauteile kümmert, dass die auf Höhe kommen, weil du hast als die Kolonne, die einbaut, quasi gar keine Zeit mehr, sonst wird dir das Material ja kalt und dann musst du noch gucken, dass du 5-6 Walzen hinten dran hast, die das schnell walzen, sonst... Also es bleibt sehr spannend, wie sie sich das da vorstellen oder wie es dann in der Praxis vor allem überhaupt anwendbar ist.
Claas47:05Auf alle Fälle. Also das ist ein ähnliches Feedback, wie wir es oft beschrieben bekommen. Gerade auch mit den Walzvorgängen, Verdichtung bis 100 Grad. Aber das ist ja auch, sag ich mal, das äußerste Limit. Und auf der anderen Seite ist natürlich auch die Frage, das mich jetzt auch mal noch interessieren, wenn ich noch einmal so was zwischenwerfen kann. Wurde dir auch mal darauf geschult als Kolonne? Also ich meine, du bist jetzt, sag ich mal, innerhalb dieses Studiums natürlich schon sehr gut aufgestellt, vom Wissen her. Aber... bekommt ihr auch noch irgendwie zum Beispiel eine Schulung, Lehrgänge, auch in diesem Bereich, wo euch das nochmal nahe gebracht wird.
Léon Heß47:38Ja, hatten Anfang des Jahres, dann im April, Mai war ja dann die Endfassung von der neuen ZTV fertig und da unser Asphaltleiter bei uns in der Firma, kleine Präsentation vorbereitet, wo dann einmal die ganzen Tiefbaupoliere geschult wurden und dann noch im etwas größeren Rahmen die Asphaltkolonnen, die Jungs, die auch am Einbau beteiligt sind, dann quasi in Anführungszeichen so die wichtigsten Stichpunkte da auf ein Folien zusammengefasst nahegebracht bekommen haben. Wie viel da jetzt am Endeffekt bei rum kam oder was jetzt davon hängen bleibt ist halt die andere Frage, weil das ist dann alles auch sehr theoretisch. Wie gesagt man wird jetzt Man merkt es ja jetzt schon, wenn es mal ein bisschen kälter ist oder die Luft geht oder vor allem wenn es mal kurz anfängt zu nieseln oder zu regnen auf die frisch gebaute Decke hat man das Problem auch schon, dass die schnell auskühlt. ich denke mal die Praxis wird sich zeigen, inwiefern das umsetzbar ist und da wird die
Claas48:48Ja.
Léon Heß48:49Da nützt es auch nix, irgendwelche Regelwerke oder so zu lesen. Da hilft ja nur noch probieren und gucken, wie sich das Material verhält und wie man damit umgehen muss.
Claas49:01Ich denke auch, das sind ja viele Sachen, wo wir wissen, wie wir im Alltag dafür arbeiten müssen. Und jetzt geht es darum, Best Practices zu erlernen, sage ich
Léon Heß49:10Ja.
Claas49:10mal. Wo man dann auch sagt, okay, arbeiten wir einfach sehr gut. Das wird dann auch, glaube ich, viel Erfahrung sein, dass unter den Bauunternehmen untereinander ausgetauscht wird. Wenn man einfach sagt, okay, bei diesem Arbeitsprozess hilft uns einfach total, das So und So anzugehen. Und das wird dann denke ich, auch nochmal viel bringen. Aber es ist natürlich eine spannende Zeit und auch für euch nicht einfach als Kolonne, weil der Stress steigt damit auf alle Fälle
Léon Heß49:33Ne. Ja.
Claas49:36an.
Léon Heß49:36Ja.
Moritz49:38Ja, wirklich super spannend. ganz ehrlich, wir sprengen schon den Rahmen, den zeitlichen, was so normalerweise bei uns üblich ist. Ich habe noch einen Haufen Fragen. Vielleicht kann man ja bei Gelegenheit irgendwann noch mal eine Folge machen. Das würde ich super
Léon Heß49:51Gerne.
Moritz49:51spannend finden. Aber es war super interessantes Gespräch. Hat mir sehr viel Spaß gemacht, hat mich sehr gefreut, dich kennenzulernen. Und vielen Dank nochmal, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns den Podcast aufzunehmen. Ja, danke.
Léon Heß50:03Gerne, kann ich nur zurückgeben.
Moritz50:06Vielleicht noch ein kleiner Aufruf an alle Zuhörer. Wer Léon folgen möchte, der zeigt ja wie gesagt ein bisschen was von der Praxis, den Baustellenalltag. Dann folgt ihm rein bei Instagram, bei YouTube, TikTok, wo er aktiv ist. Wir verlinken nachher dann auch die Profile. Das kannst du uns ja dann auch schicken. Und Léon läuft demnächst noch mal ein Voting bei Mister Handwerk.
Léon Heß50:30Ja, das ist aber noch ein bisschen hin. Ich bin jetzt einer der Finalisten und Anfang Januar wird dann wieder ein Voting sein, wo es dann, ich sag mal so, in die heiße Phase geht. Und das Online Voting macht schon 40 Prozent von allem aus. Also da müssen die Leute wirklich noch mal vier Wochen lang Gas geben, damit ich dann ein Jahr lang in Anführungszeichen das Handwerk vertreten darf. hoffentlich noch mehr
Moritz50:59Ja, cool.
Léon Heß51:00junge Leute motivieren kann ins Handwerk zu kommen.
Moritz51:04Ja, da würden wir sehr gerne bei helfen. Also dann würde ich sagen, musst du im Dezember nochmal vorbeikommen.
Léon Heß51:07Ja, das hört sich gut an.
Moritz51:09Ja, perfekt.
Claas51:10Wir behalten es auch im Hinterkopf und werden natürlich für dich voten, Léon. Wir finden das super, was du machst. Und vielen Dank, dass du dabei warst.
Léon Heß51:17Gerne, gerne, vielen Dank.
Moritz51:17Ja, alles klar, dann wünsche ich euch einen schönen Abend.
Claas51:21Schönen Abend!
Léon Heß51:22Jo, war's gut.
Moritz51:23Danke, ciao!