podcasts Folge 7 · 22. September 2026 · 35 Min.

#7 Keiner kennt den Preis von heute: Saison, Wetter und Preistransparenz im Straßenbau

Ende September ist im Straßenbau der Moment, in dem alles gleichzeitig raus soll. Die Saison läuft auf die Zielgerade, das Wetter wird unberechenbar, und genau dann fängt der Preis an, sich zu bewegen. Moritz und Claas, die Gründer von RoadPartner, nehmen sich das Jahr im Straßenbau vor und landen…

Cover #7 Keiner kennt den Preis von heute: Saison, Wetter und Preistransparenz im Straßenbau

Ende September ist im Straßenbau der Moment, in dem alles gleichzeitig raus soll. Die Saison läuft auf die Zielgerade, das Wetter wird unberechenbar, und genau dann fängt der Preis an, sich zu bewegen. Moritz und Claas, die Gründer von RoadPartner, nehmen sich das Jahr im Straßenbau vor und landen dabei zwangsläufig beim Preis.

Claas erklärt, warum der Asphalteinbau an Temperaturen hängt und was passiert, wenn ein Auftraggeber trotzdem auf Ausführung besteht. Bedenken anmelden, Gewährleistung ausschließen, und im schlimmsten Fall fährt ein halbes Jahr später die Fräse wieder über die Fläche. Dazu Regen und Bitumenemulsion, volle Auftragsbücher im Herbst und die Frage, wann die Kolonnen wirklich in die Winterpause gehen.

Für Kommunen und Bauhöfe beginnt genau dann die eigene Saison. Winterdienst, freie Straßen für Schulbus und Berufsverkehr, und danach die Schäden, die im Winter entstanden sind.

Nebenbei klärt sich, warum Händler und Nachunternehmer erst dann den Kopf für neue Themen haben.

Im zweiten Teil geht es um den Preis. Warum man im Straßenbau nicht in zwei Minuten herausfindet, was ein Eimer Kaltasphalt kostet, was Rohstoffpreise damit zu tun haben und warum es Preislisten gibt, die Neukunden bewusst zu hoch begrüßen. Die beiden sprechen darüber, was Transparenz wirklich heißt. Nicht, dass der Billigste gewinnt, sondern dass man vergleichen kann. Der billigste Kaltasphalt ist oft der teuerste, weil die Kolonne eine Woche später wieder am selben Schlagloch steht.

Zum Schluss die Rechnung, an die niemand denkt. Der Probeeimer. Wer ihn palettenweise kauft statt einzeln über das Mischwerk, spart im Jahr eine vierstellige Summe. Über alle Verbrauchsmaterialien hinweg landet selbst ein kleiner mittelständischer Betrieb schnell bei 50.000 bis 100.000 Euro im Jahr.

Kapitel

  1. 00:00Worum es heute geht
  2. 00:36Warum der Asphaltbau ein Saisongeschäft ist
  3. 02:01Einbau bei Grenztemperaturen und die Bedenkenanmeldung
  4. 02:54Regen, Bitumenemulsion und der Schichtenverbund
  5. 03:47Kurzer Winter, früher Start, lange Tage
  6. 05:14Kommunen und Bauhöfe: wenn der Winterdienst beginnt
  7. 06:11Warum die Schäden im Winter entstehen
  8. 06:46Wie ein Schlagloch entsteht
  9. 09:03Frost-Tau-Wechsel: warum der Nullpunkt das Problem ist
  10. 09:53Ohne Winterdienst sieht man die Schäden nicht
  11. 11:02Was das Mischwerk im Winter macht
  12. 12:16Händler und Nachunternehmer: im Winter ist der Kopf frei
  13. 12:47Warum ein Dispositionstool in die Winterpause gehört
  14. 14:59Warum die Preise im Straßenbau intransparent sind
  15. 17:55Qualität und Preis: der billigste Kaltasphalt
  16. 18:25Wenn die Kolonne eine Woche später wieder anrücken muss
  17. 20:10Geiz ist nicht geil
  18. 20:51In jeder anderen Branche vergleicht man Preise
  19. 21:22Wie heute verglichen wird, und die Preisliste für Neukunden
  20. 22:46Weniger Aufwand im Einkauf und im Vertrieb
  21. 23:53Wie viel Transparenz verträgt der Markt
  22. 25:36Was Anbieter von öffentlichen Preisen haben
  23. 28:06Gleicher Preis für alle, und wann Konditionen berechtigt sind
  24. 29:22Mengenstaffeln, Lagerkosten und der Jahresbedarf
  25. 30:55Der Probeeimer
  26. 33:03Was ein Preisvergleich an Zeit spart
  27. 33:47Ausblick und Abschluss